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Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg
Ausgabe 26/2018
Goure
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Lieber Erinnerung als Nachruf

Wir hätten ihm alle das lange Leben seines Vaters gewünscht. Im Alter von 70 Jahren haben wir nun Fritz Weg, den Junior, zu Grabe getragen. Mir kam bei der Beerdigung nicht nur in den Sinn, wie die ganze Familie Weg mit ihrem Unternehmen diese Gemeinde geprägt und - freilich mit vielen tüchtigen Mitarbeitern - mit aufgebaut hat. Es war vielmehr eine Begegnung und dieses eine Bild aus dem Jahr 2009: Die Gemeinde hat für die Mehrzweckhalle neue Tischtennisplatten angeschafft. Die alten Sportgeräte stammten aus dem Jahr 1988 und waren von vielen Partien abgenutzt. Hier war nicht nur der Schulsport zugange, für den die Gemeinde diese Halle auch bereitstellt, sondern unter den vielen Nutzern ist auch die Tischtennis-Abteilung des CVJM. Lange Zeit leitete Fritz Weg diese rührige Runde, die manchem Jugendlichen auch half, den Weg fürs Leben zu finden.

Bei der Ersatzbeschaffung der Tischtennisplatten lief das dann auch so, dass Fritz Weg nicht nur die Idee lieferte, sondern sich auch beteiligte und vor allem mit anpackte. Mein damaliger Siegbacher Amtskollege Eckehard Förster als ausgewiesener TT-Kenner und als Vertreter des Sportgeschäfts Förster kam zur Übergabe und brachte neben einem kompletten Beutel mit Trainings-Bällen auch gleich noch vom TTC Herbornseelbach die beiden Cracks Nico Stehle (an der Platte links) und Markus Schäfer mit.

In Wissenbach haben, auch und gerade von Fritz Weg und dem Tischtennis unzählbar viele Jugendliche gelernt, dass man womöglich im Handumdrehen einen Punkt landen kann: für ein gutes Spiel indes muss man - bei allem Erfolg - die Bälle flach halten. Das ist eine Lehre fürs Leben. Wie auch die alte Jungschar-Losung, die im CVJM-Sport manch Motivation bringt: „Mit Jesus Christus mutig voran!“

„Goure“ ist heute nicht nur ein Gruß, sondern auch Gütesiegel: Fritz Weg „wor en Goure“.

Ihr BürgermeisterGötz Konrad