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Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg
Ausgabe 29/2020
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Revierförsterei Eschenburg

Eichenprozessionsspinner:

Auch in diesem Jahr ist mit zunehmendem Auftreten des Eichenprozessionsspinners zu rechen. Die Brennhaare der Raupen dieses Falters stellen für den Meschen ein Gesundheitsrisiko dar.

An öffentlichen Anlagen, wie Spielplätzen, Grillhütten und öffentlichen Wegen werden verstärkt Kontrollen auf einen Befall von Eichen mit dem Eichenprozessionsspinner vorgenommen. In diesen Bereichen werden die Raupen zeitnah entfernt und/oder es werden Warnschilder aufgestellt.

Die Revierförsterei berichtet von befallenen Eichen auch in Waldgebieten. Hier ist eine umfassende Kontrolle und Beseitigung nicht möglich. Es wird daher darum gebeten, Eichenbestände möglichst zu meiden und auch ihre Kinder über diese Situation aufzuklären. Die Revierförsterei weist darauf hin, dass im Wald keine Warnschilder aufgestellt werden, da es sich hier mittlerweile um eine sogenannte waldtypische Gefahr handelt.

Der Fund eines Gespinstes an öffentlichen Wegen oder Einrichtungen sollte bei der Gemeinde Eschenburg Herr Hermann 02774 / 915-150 oder beim Revierförster Sebastian Biener (Telefon: 02773 / 811-500, 0176 / 10 81 15 00) gemeldet werden.

Detaillierte Informationen zum Umgang bei Kontakt mit den Raupen und Tipps zur Kontaktvermeidung entnehmen sie bitte der nachstehenden Pressemitteilung des Lahn Dill Kreises „Eichenprozessionsspinner breitet sich wieder aus“.

Eichenprozessionsspinner breitet sich wieder aus

Gesundheitsamt gibt Tipps zum Umgang mit der Raupe

Wetzlar/Herborn/Dillenburg (ldk): Durch das anhaltende, milde Klima breitet sich der Eichenprozessionsspinner wieder in Deutschland aus. Auch in der Region um Lahn und Dill kommt die Raupe vereinzelt vor. Der Eichenprozessionsspinner, kurz: EPS, fühlt sich im Warmen wohl und bevorzugt freistehende und von der Sonne beschienene Eichen. Das Gesundheitsamt des Lahn-Dill-Kreises rät zur besonderen Vorsicht, denn die feinen Brennhaare der Raupe können dem Menschen schaden. Bei Hautkontakt kann es zu allergischen Reaktionen, wie starkem Juckreiz, Pusteln und Quaddeln kommen. Außerdem können Atembeschwerden und Augenreizungen ausgelöst werden, wenn die Härchen eingeatmet werden. Bei besonders allergieempfindlichen Menschen sind gefährliche Situationen nicht ausgeschlossen.

Verhaltenstipps zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner

  • Raupen und Nester sollten niemals berührt werden

  • Sollte es doch zu einem Kontakt kommen und dieser schwere allergische Reaktionen mit Asthma und Atemnot auslösen, sollte sofort der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden!

  • Bereiche mit den Beschilderungen „Warnung vor dem Eichenprozessionsspinner“ sollten gemieden werden

  • Windverhältnisse sollten beachtet werden, da die Brennhaare weiter getragen werden können

  • Wer mit den Härchen in Kontakt kommt und Symptome entwickelt, sollte zum Arzt gehen und ihm mitteilen, dass wahrscheinlich Kontakt mit den Haaren des EPS bestand

  • Auch unterhalb von befallenen Bäumen können am Boden liegende Brennhaare der Raupe noch jahrelang gesundheitliche Probleme auslösen

  • Bei starkem Juckreiz kann Kratzen die Gifthaare nur tiefer in die Haut treiben

  • Duschen und Haare waschen, kaltes Wasser lindert Juckreiz

  • Bei Augenkontakt mit viel Wasser spülen

  • Kontaminierte Kleidung schnell wechseln und bei mindestens 60°C waschen

Haustiere als Überträger

Auch Wild- und Haustiere reagieren auf die Gifthärchen. Es ist ebenfalls möglich, dass Haare auf dem Tierfell haften bleiben und so an den Menschen weiter gegeben werden. Das Kreis-Veterinäramt empfiehlt, Haustiere - insbesondere Hunde nach dem Spaziergang - gut auszubürsten, um die potentielle Gefahr durch die Raupenhaare weitestgehend einzudämmen. Durch das eigene Fell ist die Haut der Hunde geschützt vor der Raupe. Wenn doch Symptome (Juckreiz) an empfindlichen Stellen, wie zum Beispiel der Nase, auftreten, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Katzen, die Freigang haben, sollten ebenfalls gut ausgebürstet und auf Symptome hin beobachtet werden.

Foto (Benjamin Bailey, aufgenommen in Schöffengrund-Schwalbach, 2018):