Mit einem Video und einer Online-Petition hat die DLRG mit dem Motto „Rettet die Bäder“ 2018 wachgerüttelt. Anlass: In den letzten 17 Jahren schlossen in Deutschland durchschnittlich 80 Bäder pro Jahr. Das schleichende „Bädersterben“ sollte endlich ein Ende haben. Wir haben uns in Eschenburg und Dietzhölztal auch bis 2015 regelmäßig über die Kosten unseres Schwimmbads gestritten und fangen jetzt erst langsam an, uns über den Nutzen zu freuen. Appelle wie „Rettet die Bäder“ halten meist nur bis zur nächsten parlamentarischen Sommerzeit. Nach dem „Super-Sommer“ landen wir wieder im Sanierungs-Stau. Statt ständig über das „Bädersterben“ zu lamentieren, sollten wir alle was fürs Überleben tun. Und da gilt ganz klar: Schwimmenlernen geht am besten in einem Schwimmbad. Das greift seit Mai eine bundesweite Kooperations-Kampagne auf: „Retten wir die Bäder“ prangt auf großen Plakaten. Eines haben wir in Frankfurt am Hauptbahnhof aufgehängt. Wir, das sind die Betreiber, Freunde und Förderer unserer Schwimmbäder. Mit dem Zweckverband „Mittelpunktschwimmbad Dietzhölztal“ sind wir bei den Unterstützern ganz hinten im Alphabet - aber wir stehen voll und ganz hinter der Sache. „Retten wir die Bäder, damit Schwimmunterricht erste Klasse bleibt“ - im Lahn-Dill-Kreis ist dies das gemeinsame Ziel von Kreis und Kommunen. Wenn also jetzt wieder 18 Schulen das Schulschwimmen im Bad haben, will der Kreis die Kostenerstattung von aktuell 10 Euro pro Teilnehmer nochmals deutlich anheben. Das hilft uns allen, gemeinsam unser Freizeitbad „Panoramablick“ zu erhalten und weiter zu gestalten.