Das Dorf war früher zwischen Hessen (Landgrafschaft Hessen-Darmstadt) und Nassau (Fürstentum Nassau-Dillenburg) aufgeteilt. Die historische Grenze verlief teils mitten durch Häuser. Im Jahr 1974 wechselten die Dörfer Roth und Simmersbach die „Seite“ vom Altkreis Biedenkopf in den Dillkreis und kamen zur neuen Gemeinde Eschenburg. An die Geschichte des Landgrafen Philipp erinnern uns heute Philipps-Buche und Wappen, woran man ermessen kann, wie wichtig das Dorf als Nahtstelle für die Geschichte Hessens war und ist. Die „Grenze“ ist heute keine Trennung, sondern eine Verbindung. Und das leben die Menschen in Simmersbach. Ob Expressbus, Lahn-Dill-Bergland oder am kommenden Wochenende das Fest „Im Dorf rund um die Welt“ - es hat seinen tieferen Grund, dass hier Menschen aus mehr als 14 Nationen wohnen. Die 14 auf dem Plakat sind bei dem Festival dabei. Gemeinsam gestalten sie das Programm, das von 13 bis 20 Uhr im Pfarrgarten und in der FeG läuft - und sie gestalten auch gemeinsam die Speisekarte. Den Abschluss bildet am Sonntag um 10 Uhr in der FeG ein Gottesdienst unter dem Motto „Einheit in der Vielfalt“. Jetzt weiß ich auch, warum manche den Ort Sim-City nennen. Irgendwie geht international und regional sehr gut zusammen.