In der Gemeindevertretung haben wir am 03.09.2026 über den „Betrieb von „Mährobotern während der Nachtstunden“ beraten. Nun sind die Gremien der Gemeinde weder Gesetzgeber noch Genehmigungsbehörde - und wir nehmen doch letztlich alle lieber Vorbilder an als Verbote und Vorschriften zu befolgen, oder? Deshalb appellieren wir an den gesunden Menschenverstand, auch an die Tiere zu denken. Ein wenig Obacht kann viel helfen.
Was für den Menschen nützlich ist, kann für Tiere tödlich sein! Immer mehr Gärten werden mit automatischen „Mährobotern“ gepflegt. Gerade für Igel und andere nachtaktive Tiere kann das technische Helferlein zur tödlichen Falle im eigenen Garten werden. Igel fliehen nämlich nicht bei Gefahr, sondern rollen sich zum Schutz zusammen. Gegen die scharfen Klingen der Mähroboter bieten die Stacheln keinen ausreichenden Schutz. Auch erkennen die Sensoren vieler Mähroboter nicht alle kleine Lebewesen - und so führt ein Zusammenstoß oft zum Tod. Wer seinen Mähroboter tagsüber statt in den Abend- oder Nachtstunden einsetzt, kann ganz leicht zum Artenschutz beitragen.
Die Gemeinde Eschenburg hat mittlerweile vier Mähroboter auf den Friedhöfen im Einsatz (Hirzenhain und Roth komplett, Wissenbach und Eibelshausen bei den Wiesengräbern). Diese laufen von 6 bis 18 Uhr und werden bei Beerdigungen abgeschaltet. Mit Menschenverstand Tieren helfen: Unsere „Mähroboter“ (Foto: Bauhof) haben nachts Pause.