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Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg
Ausgabe 41/2018
Goure
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KW 41 - Goure

Augen, Verstand und Herz auf eine Linie bringen

Kann sein, dass wir falsch liegen. Aber es waren doch so viele…. Und eines war schöner als das andere. Eigentlich haben alle unsere Hochachtung. Wir waren als Gemeindevorstand vielleicht auch ein bisschen überfordert, „3 aus 172“ auszuwählen. Das ist auch nicht die übliche Entscheidungs-Grundlage. Meist ist der Sachverhalt klar, oder es gibt Varianten, die man abwägen kann. Hier aber war persönlicher Geschmack gefragt, nur können wir uns den bei den meisten Entscheidungen im Gremium gar nicht erlauben. Da geht es kühl nach Sach- und Rechtslage, nicht nach Form, Farbe und Funktion.

Wir haben es doch geschafft. War aber auch ein Akt von Bildung, auch Meinungsbildung. Einsame Entscheidungen im Team. Die Auswahl wird formatfüllend, das Ergebnis den Rahmen sprengen. Egal, was passiert: Wir werden gemeinsam im Bilde sein.

Die wirren Worte sind das Echolot der Empfindungen, die uns „lieben Sieben“ im Gemeindevorstand durch den Kopf gegangen sein können, als wir unseren Fotowettbewerb 2018 auf der Tagesordnung hatten. 39 Personen haben insgesamt 172 Fotos eingesandt. Das Wort von der „Qual der Wahl“ passte. Nun ist es immer besser, sich vorher zu quälen statt hinterher. Wir werden am 13. Oktober bei „Willkommen!“ nicht nur die drei Sieger ehren, die einen Schwimmbad-Gutschein bekommen. Wir wollen an diesem Tag auch etwa 30 der Bilder im Rathaus in einem großen Format (70 mal 50 Zentimeter) präsentieren als Ausstellung. Noch mehr werden in den kommenden Jahren über unsere Internetseite oder Veröffentlichungen verwandt. Und 13 Bilder machen wir zu einem Kalender, der vor allem den Eschenburger in den Pflegeheimen der Region überreicht wird als Gruß aus der Heimat. Da kullern Tränen und da strahlen Augen.

Ihre Bilder sind nicht nur Deko, sondern Destination. Denn jeder Fotograf muss ein Kunststück vollbringen, das Henri Cartier-Bresson (1908-2004) so beschrieben hat: „Fotografieren bedeutet gleichzeitig und innerhalb von Sekundenbruchteilen zu erkennen - einen Sachverhalt selbst und die strenge Anordnung der visuellen wahrnehmbaren Formen, die ihm seine Bedeutung geben. Es bringt Augen, Verstand und Herz auf eine Linie.“

Für Eschenburg haben Sie Augen, Verstand und Herz auf eine Linie gebracht. Auch bei uns im Gemeindevorstand. Vielen Dank für jeden Beitrag, viel Vergnügen mit all den folgenden Ergebnissen wünscht

Ihr BürgermeisterGötz Konrad