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Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg
Ausgabe 43/2019
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Gemeinsam Gefahren vermeiden

Freuen sich über die Fortschritte (von links): Bauingenieur Michael Strömmer vom Amt für Bodenmanagement (AfB) Marburg, Eschenburgs Bautechniker Harald Hermann, Bürgermeister Götz Konrad und AfB-Leiterin Stefanie Flecke haben sich von dem Wirtschaftsweg ein Bild gemacht, den sie mit Mitteln des Landes sanieren konnten.

Ob mit Traktor, Rad oder zu Fuß, die Erneuerung des Wirtschaftsweges von Eibelshausen nach Eiershausen hat sich längst bewährt. Ausgebaut wurde der Weg bereits im Herbst 2018 für eine Gesamtsumme von rund 150.000 Euro. Möglich wurde dies durch eine Fördersumme von rund 81.100 Euro. Das Geld stammt aus einem Förderprogramm von EU, Bund und Land und begünstigt „dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen (dlCaI)“. Hiervon haben sich nun Amtsleiterin Stefanie Flecke und Bauingenieur Michael Strömmer vom Amt für Bodenmanagement (AfB) Marburg bei einem Ortstermin mit Eschenburgs Bürgermeister Götz Konrad überzeugt.

Der ursprüngliche Wirtschaftsweg war in den 50er und 60er Jahren gebaut worden und für heute in der Landwirtschaft eingesetzte Maschinen schon lange nicht mehr ausreichend tragfähig, zudem schmal und in keinem guten Zustand. „Und daher lange ganz oben auf der Prioritätenliste der Gemeinde Eschenburg“, erinnert Bürgermeister Götz Konrad.

Der Wirtschaftsweg wurde auf einer Strecke von gut 1,5 Kilometern grundhaft erneuert, auf 3,50 Meter breit ausgebaut und erhielt zudem neue Seitenstreifen. Dadurch verbessern sich die Möglichkeiten im Begegnungsverkehr und Gefahrenmomente werden vermieden. „Seitdem wird der Weg eifriger genutzt als in den Jahren zuvor“, sagt Bürgermeister Konrad.

„Es freut mich besonders, direkt vor Ort zu sehen, dass der multifunktionale Ansatz der Wegenutzung offensichtlich gelungen ist. Dem Fördermittelgeber ist gerade diese multifunktionale Nutzung von Landwirtschaft, Wanderern und Radfahrern besonders wichtig und wird in der Auswahl der Antragsteller entsprechend gewürdigt“, bestätigt auch Stefanie Flecke.

Der Weg erschließt etwa 116 Hektar landwirtschaftliche Fläche, verbessert die Erreichbarkeit des Wiesenhofes und touristischer Ziele, wie die Freizeitanlage Holderberg, die Sportplatzanlage und das Hallenbad in Eibelshausen. Für die Ortsteile Eibelshausen und Eiershausen dient der Weg zudem als Zubringer zum Hessischen Fernradweg R8. Dieser überregionale Radweg beginnt im Ederbergland, genauer in Frankenberg und führt bis nach Südhessen an die Bergstraße. Er führt zudem ein kurzes Stück direkt über den ausgebauten Wirtschaftsweg.

Um die Gelder aus dem dlCaI-Fördertopf konkurrieren jährlich Kommunen aus ganz Hessen. Die Gemeinde Eschenburg war mit ihrem Antrag in 2018 erfolgreich und landete im hessenweiten Ranking weit oben. Vergeben werden die Fördermittel jährlich hessenweit nach einheitlichen Kriterien. Ein Punktesystem (Ranking) bestimmt die Reihenfolge aller Antragsteller jedes Jahr aufs Neue. Anträge können bei den Ämtern für Bodenmanagement gestellt werden. Dort werden Kommunen auch beraten.

Über die Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG):

Die HVBG ist eine moderne und zukunftsorientierte Verwaltung des Landes Hessen mit circa 1.500 Beschäftigten. Sie gliedert sich in das Hessische Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (HLBG) als Mittelbehörde und sieben Ämter für Bodenmanagement (ÄfB) mit fünf Außenstellen sowie Anlaufstellen. Die HVBG vereint die Landesvermessungs-, Kataster- und Flurbereinigungsbehörden in Hessen.

Zu ihren Kernkompetenzen zählt das Führen des Liegenschaftskatasters; sie sichert damit das Eigentum an Grund und Boden. Die HVBG fördert die nachhaltige und umweltgerechte Entwicklung ländlicher und urbaner Lebensräume durch die Instrumente der Flurneuordnung und des städtebaulichen Bodenordnungsrechts.

Die HVBG stellt mit den Daten des Liegenschaftskatasters und der Landesvermessung Geobasisdaten als Grundlage für zahlreiche Fachinformationssysteme (z. B. im Bereich Ver- und Entsorgung, Umweltinformation und Verkehr) zur Verfügung. Sie unterhält einen einheitlichen amtlichen Raumbezug zur Positionierung sämtlicher grundstücks- und landschaftsbezogener Informationen.

Die HVBG sorgt für die Koordination der Geodateninfrastruktur Hessen (GDI-Hessen), über die verteilt vorliegende Geodaten sinnvoll genutzt werden können.

Mit ihren Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte schafft die HVBG Transparenz auf den Immobilienmärkten durch die Ermittlung und Bereitstellung aktueller Marktdaten (Immobilienwertermittlung). Weitere Informationen zur HVBG erhalten Sie unter www.hvbg.hessen.de