Titel Logo
Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg
Ausgabe 43/2021
Goure
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

„Laubverschmutzung“ ist erlaubt

Die Pandemie treibt zuweilen tolle Blüten und bei manchen Bürgern liegen die Nerven blank. Bei vielen Fragen und Anregungen habe ich Verständnis, auch wenn sie als Beschwerden und Aufregungen daherkommen. Bei einer Frage war die Gemeinde nicht zuständig und wir sprachlos: Über die „Laubverschmutzung“ beschwerte sich ein Bürger und erwartete prompte Hilfe von der Gemeinde. Was war passiert? Die Straßenbäume an der Bundesstraße lassen die Blätter fallen, die der Wind dann verweht. Mit einigen Fotos und sogar einem Video zeigt der Beschwerdeführer, wie sich auf dem Bürgersteig vor seinem Haus diese „Laubverschmutzung“ ausbreitet. Das waren nicht so viele Blätter, wie unser Bild vom Rathaus zeigt (Foto). Und wir können auch nur auf die Straßenreinigungssatzung der Gemeinde Eschenburg verweisen, demnach jeder vor der eigenen Haustür zu kehren hat. Das ist freilich Saison-Geschäft. Und weil das nicht in die Braune Tonne passt, haben wir den Wertstoffhof bis Ende Oktober mittwochs und samstags geöffnet. Am Samstag sogar von 9 bis 14 Uhr. Ab November herrscht am Wertstoffhof „Winterzeit“, in der samstags von 9 bis 11:30 Uhr geöffnet ist. Wer eiskalt juristische Schritte gegen die „Laubverschmutzung“ der B253-Straßenbäume einleiten möchte, sollte zweierlei bedenken: Diese Bäume stehen erstens auf einem Grundstück der Bundesrepublik Deutschland, deren neue Regierung sich gewiss auf so ein Thema freut. Zweitens und überhaupt haben diese Blätter, die sich verfärben und zu Boden fallen, in diesem Jahr mit ihrem Blattgrün für frische Luft gesorgt und Kohlendioxid gebunden, so dass ihnen und auch den Straßenbäumen mit etwas mehr Respekt begegnet werden sollte. „Laubverschmutzung“ ist erlaubt und auch schnell selbst behoben, meint

Ihr Bürgermeister
Götz Konrad