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Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg
Ausgabe 45/2020
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Für die „Hundetoilette“ hat jeder Halter selbst zu sorgen

On-Line, so einfach ist das: Jeder Hundebesitzer und Gassi-Geher ist gesetzlich für die Hinterlassenschaften verantwortlich. Also am besten knotet jeder selbst einen Plastikbeutel an die Leine, damit das nicht vergessen wird.

Sonst bringen wir den Hinweis bei der Anleinpflicht, wenn Hunde vom 15. März bis einschließlich 15. Juli im Wald und auf Wiesen an der Leine zu führen sind, weil dann ist die „Kinderstube“ der Natur in vollem Gange. Das ganze Jahr über gilt die Verantwortung der Hundehalter, wenn es um deren Hinterlassenschaften geht. Das ist ein Hygiene-Problem, braucht man zu Corona-Zeiten hoffentlich nicht zu erklären, wenn die „Tretminen“ überall lauern. Es ist und bleibt aber auch eine private Pflicht (der Hundehalter oder Gassi-Geher), den Kot sofort zu beseitigen. In Feld und Wald, wo der Vierbeiner auch außerhalb der Anleinpflicht immer in Rufweite des „Herrchens“ oder „Frauchens“ sein sollte und hören muss, wird ein schnelles Geschäft gewiss noch nachgesehen. Auf Straßen, in Grünanlegen und Gewässern sind die Verunreinigungen von den Haltern, Aufsichtspersonen oder Eigentümern unverzüglich zu beseitigen, steht es sogar in der Gefahrenverordnung der Gemeinde Eschenburg (§ 5 Abs. 2).

Immer wieder wird von Bürgern, Vereinen und Gremien angeregt, solche „Hundetoiletten“ einzurichten, an denen jeder Hundehalter einen Plastikbeutel ziehen kann.

Dagegen hat sich der Gemeindevorstand bislang gewehrt und sieht auch künftig eine private Pflicht, die von der „öffentlichen Hand“ nicht übernommen werden kann. Denn meistens gibt es in jedem Ortsteil eben nicht den einen Spazierweg, dann halten sich die Hunde mit ihrer Notdurft nicht an die Lokalitäten und drittens steht dann auch nie ein Mülleimer da, wo man sich des vollen Beutels wieder entledigen möchte. Wie gesagt, auf Straßen gibt es die Pflicht, den Hundehaufen wieder zu beseitigen. Deshalb ist es besser, die Eigentümer, Halter und Gassi-Gänger durchgehend und einheitlich in ihrer gesetzlichen Pflicht zu belassen.

Es ist doch ganz einfach, einen eigenen Plastikbeutel an die Leine zu knoten, mit dem der Haufen aufgenommen wird und zuhause im Mülleimer landet. Auch wenn es sogar biologisch abbaubare Beutel geben soll, ist es biologisch überhaupt nicht wertvoll, solche Beutel hinterher in der Landschaft liegen zu lassen: Das sieht nicht gut aus, findet am Ende noch Nachahmer und ist und bleibt ein Hygiene-Problem.

Für die Gemeinde (und damit die Gemeinschaft aller Steuerzahler) ist es keine gute Regelung, wenn wir für (s)teuer Geld Hundekot-Beutelspender aufhängen und danach Beutel nachfüllen und Mülleimer leeren, bis alles wieder picobello ist. Das fangen wir uns nicht an, weil wir sonst kein Ende kriegen, meint jedenfalls der Gemeindevorstand.