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Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg
Ausgabe 48/2020
Goure
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Weihnachten vor der Tür

Das Schwimmbad und das Weihnachtsfest haben ein ähnlich hartes Schicksal. Du kannst noch so viel vorbereiten und ein sicheres Vergnügen für die ganze Familie planen - aber weißt nie, wo wer war, wer da kommt. Das wird auch weitere Kontaktbeschränkungen nach sich ziehen. Wenn man die Hinterlassenschaften einer illegalen Party sieht, überkommt einen die Angst, dass an der Ignoranz einzelner alle zu leiden haben. Freilich wird es den Weihnachtstanz als Veranstaltung früherer Tage ebenso wenig geben wie vollbesetzte Gottesdienste, aber man muss die „zweite Welle“ ja nicht so skrupellos noch antreiben. Uns erreichten schon die ersten Fragen:

  • Können wir eine Nikolaus-Aktion ganz im Freien veranstalten?

  • Dürfen wir für kurze Video-Aktionen den Parkplatz an der Mehrzweckhalle nutzen?

  • Wäre zwischen Rathaus und Bürgerhaus eine gemeinsame Freiluft-Familienandacht an Heiligabend denkbar?

Das tut in der Seele weh, wenn jetzt die vielen Anständigen das Leid dafür tragen, dass einzelne noch nicht einmal den Abstand hinbekommen. Wut ist keine Lösung, Mut wird gebraucht. Deshalb lade ich ein, neue Wege zu finden, wie wir die Adventszeit gemeinsam gestalten können und das Christfest nicht einsam erleben müssen. Die Redewendung „Weihnachten steht vor der Tür“ war wohl noch sie so aktuell wie heute. Aber wie schon in der ersten Weihnachtsnacht hilft da kein wimmern und wehklagen. Gemeinsam auf den Weg machen war schon damals ein guter Plan. Weihnachten vor der Tür ist eigentlich auch nicht so weit weg von den Ursprüngen des Fests.