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Wochenzeitung für die Gemeinde Eschenburg
Ausgabe 5/2022
Goure
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Blühende Bildungslandschaft am Holderberg

In der kommenden Woche wäre an der Holderbergschule „Tag der offenen Tür“. Ein wichtiger Termin, um sich Viertklässlern und ihren Familien als weiterführende Schule vorzustellen. Ich war vor Jahren schon baff, als ich als Elternteil vergleichen konnte zwischen „meiner“ früheren Schule, der WvO in Dillenburg, und der Holderbergschule. Wenn ich nach der damaligen gemeinsamen Entscheidung für die Schule vor Ort heute höre, dass an der Holderbergschule sogar Latein gut gelehrt und gelernt wird und einem womöglich näher bringt als das altsprachliche Gymnasium in der Oranienstadt, geht mir das Herz auf.

Die Grundlage für die „komplette“ Gesamtschule wurde in vielen Jahren, harten Verhandlungen und mit viel Überzeugungsarbeit geschaffen, bis Hessens Kultusminister im Januar 1988 den Aufbau eines gymnasialen Zweigs genehmigte.

„Es ist sicher für Sie eine Genugtuung, nach fast 15 Jahren ständigen Einsatzes für die Verwirklichung des Elternwunsches und gemäß den Beschlüssen der Gemeindevertretung nun endlich doch am Ziel zu sein“, schreibt Rektor Wilfried Junk an Otto Friedrich Schlemper. Das wichtige Schreiben haben wir uns dieser Tage im Gemeindevorstand nochmals angeschaut.

Unser Ehrenbürgermeister, der am 5. Februar 94 Jahre alt wird, kann heute noch lebhaft schildern, wie oft er in Wiesbaden angerufen hat oder gleich dorthin gefahren ist. Obwohl nur bei Gründung der Holderbergschule im so genannten Schulverband direkt zuständig, hatte er auch Jahre danach die Akte Holderbergschule stets auf dem Schreibtisch.

Wenn wir also heute eine blühende Bildungslandschaft am Holderberg sehen, können wir darauf fast so stolz sein wie auf unsere Kinder, die dort unter nicht einfachen Corona-Bedingungen das Beste daraus machen. Eine prima Vorstellung der Holderbergschule gibt es im Internet. Und Otto Friedrich Schlemper gratulieren wir auf diesem Wege auch Corona-konform - und mit gleichem Dank für die wichtige Aufbauarbeit: Alles Goure zum Geburdsdoog!

Ihr
Götz Konrad
Bürgermeister