Hoch im Norden liegt ein verwunschenes Dorf…
So könnte diese Geschichte beginnen. Aber eigentlich sind es mehrere Dörfer. Zeltdörfer. Ein bisschen verwunschen wirken sie trotzdem. Es ist nämlich kaum zu glauben, was 61 Kinder aus den vier Kommunen der Jugendpflege 4.0 dort trotz der Abgeschiedenheit des Sommercamps erleben konnten.
Wenn man Zeltdorf hört, denkt man zunächst an unbequeme Nächte auf hartem Boden, bei kühlen Temperaturen im Freien sein, schlagende Zeltplanen, Moskitoplagen und halb durchgegartes Essen auf zu kleinen Gaskochern. Nichts davon traf hier zu. Naja fast nichts. Mücken gab es schon. Die sind der Nähe zum idyllischen See geschuldet. Aber ansonsten war die Freizeit ein einziges Erholungsresort: Zelte mit Holzböden und Matratzen, Vollverpflegung mit zweimal warmem Essen direkt ins Zeltdorf geliefert und mehr Programm, als eigentlich in 3 Tage Aufenthalt passen dürfte.
Dazwischen immer wieder Zeit um im See zu baden, Volleyball-Runden mit den Kindern aus den Nachbarzeltdörfern zu spielen, zu lesen oder einfach faul in der Sonne zu liegen. Das „Mäh“ der Schafe leise im Hintergrund und eine leichte Brise aus Richtung der Elbmündung. Die Stimmung war durchweg ausgelassen und obwohl der Schlaf ein bisschen zu kurz kam, hat selbst die lange An- und Abreise der guten Laune keinen Abbruch getan. Einfach die Musik ein bisschen lauter drehen und mitsingen. Passt schon.
Und es gab einfach zu viel zu erleben: Reiten auf den Pferden vom Camp, in der Holzwerkstatt mit Laubsäge und Speckstein arbeiten, beim „normalen“ Werkangebot bunte Stofftiere nähen und Lesezeichen basteln oder eine Runde Minigolf spielen.
Außerdem hat sich das Betreuerteam aus Niedersachsen, das in diesem Sommer für die Campleitung zuständig war, viele tolle Spezialangebote ausgedacht: So gab es eine Après-Ski-Party mit Schnee mitten im Sommer, ein Fußballturnier, eine Pizza- und eine Beachparty sowie einen richtigen Karnevalsumzug mit anschließender Fremdensitzung und Kostümprämierung.
Und wem das immer noch nicht genug war, der konnte beim Lagerfeuer mit Werwolfrunde oder einer Nachtwanderung entlang des Elbstrandes den Tag ausklingen lassen.
Bevor es dann nach vier Tagen für alle wieder Richtung Heimat ging, war zur Freude aller noch ein Ausflug nach Cuxhaven möglich. Dort konnten alle ausgiebig shoppen und anschließend am echten Meeresstrand die Sonne, den Sand und das Wellenrauschen genießen.
So verschmelzen wunderbare Erlebnisse mit dem glücklichen Gefühl neue Freundschaften geschlossen und alte Bekanntschaften vertieft zu haben.
Eins ist klar: Nächstes Jahr kommen wir wieder!