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Blieskasteler Nachrichten
Ausgabe 13/2026
Die Verwaltung informiert
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Pflanz-Aktion mit Symbolcharakter

Vor Ort bei den Vergissmeinnicht-Beeten im Klostergarten (von links): Claudia Richter, Sandra Jolly und Daniela Theis (kniend) vom Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH, Projekt 16i, Bürger- und Stadtgärten, sorgen für die fachgerechte Bepflanzung vor Ort. Daneben: der städtische Gärtnermeister Andreas Ternes, der Behindertenbeauftragte Wolfgang Giffel, Margaretha Zboch vom Gerontopsychiatrischen Netzwerk Demenz des Saarpfalz-Kreises, und Bürgermeister Bernd Hertzler. (Foto: Uwe Brengel)

Die Stadt Blieskastel beteiligt sich auch in diesem Jahr an der Aktion, die das Thema Demenz in den öffentlichen Fokus rückt

Zum Welt-Alzheimertag wurde zum 21. September 2015 die Aktion „Vergiss-mein-nicht“ ins Leben gerufen. Die Initiative wirbt dafür, Menschen mit einer Demenz-Erkrankung nicht zu vergessen, ihnen eine Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen. In vielen Regionen Deutschlands finden seitdem entsprechende Beratungs- und Informationsveranstaltungen sowie Aktionen mit Symbolcharakter statt, so die jährliche Pflanzaktion mit der gleichnamigen Blume, dem „Vergissmeinnicht“. Die Pflanzen werden an öffentlichen Plätzen angesiedelt, um die Öffentlichkeit mit einzubeziehen und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Involviert sind bei der Aktion die Landesfachstelle Demenz und das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, das zugleich für die Finanzierung der Blumen sorgt. Seit einigen Jahren beteiligt sich auch die Stadt Blieskastel an der Aktion. „Eine nachahmenswerte Initiative, mit der sich das Thema Demenz ohne allzu großen Aufwand in den Fokus der Öffentlichkeit rücken lässt“, wie Verwaltungschef Bernd Hertzler anmerkt. Das Team platziert „blaublütige“ Pflanzen in vorhandene Beete, in der Vergangenheit beispielsweise bereits am Ortsrand von Webenheim, im aktuellen Jahr wiederum im Klosterpark.

In die Aktion involviert ist auch das Gerontopsychiatrische Netzwerk mit Schwerpunkt Demenz im Saarpfalz-Kreis (GPND), über dessen Arbeit Margaretha Zboch vor Ort informierte. Das GPND bietet Unterstützung für Menschen mit Demenz und deren Angehörige an. Ziele des Netzwerkes sind, für eine bestmögliche Pflege- und Versorgungssituation für Menschen mit Demenz zu sorgen, vorhandene Hilfsangebote zu vernetzen und zu optimieren, Impulse zu geben, neue Hilfen zu etablieren und auszubauen sowie rund um das Thema Demenz zu informieren und Ansprechpartner zu bieten. Um das Thema mehr in die Öffentlichkeit zu rücken, werden jährlich diverse Events organisiert und durchgeführt. Nähere Informationen über die Einrichtung gibt es online unter

https://psp-homburg.de/gerontopsychiatrisches-netzwerk-demenz/ 

Das alljährlich im Frühjahr blühende Vergissmeinnicht (Myosotis) - es soll weltweit mit etwa 50 Arten vertreten sein - erhielt seinen deutschen Namen übrigens angeblich einer Sage nach: Beim Versuch, seiner Liebsten an einem Flussufer eine der blauen Blüten zu pflücken, soll ein Mann in die reißenden Fluten gefallen sein und ihr - allmählich darin entschwindend - noch "Vergiss mein nicht!" zugerufen haben. (ub)