Freude und Applaus bei der Schecküberreichung von Ministerin Petra Berg (4.v. l.) an Verbandsvorsteher Frank John (4.v. r.)
Die saarländische Umweltministerin Petra Berg hat heute in der Kantine der Kreissparkasse in Blieskastel dem Biosphärenzweckverband Bliesgau symbolisch einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 196.784,84 Euro überreicht. Bereits im Jahr 2016 hatte die Verbandsversammlung des Biosphärenzweckverbandes den Grundsatzbeschluss gefasst, ein Biosphärenhaus in Blieskastel zu errichten.
Die Biosphärenstadt Blieskastel gilt als attraktiver Ausgangspunkt für Besucherinnen und Besucher des UNESCO-Biosphärenreservats Bliesgau. Auch Umweltministerin Petra Berg zeigte sich erfreut über den Fortschritt der Machbarkeitsprüfung: „Es ist von entscheidender Bedeutung für das Biosphärenreservat Bliesgau, dass das Projekt Biosphärenhaus weiter voranschreitet. Mit Blick auf die nächste Evaluierung durch das UNESCO-Nationalkomitee im Jahr 2029 ist dies ein wichtiger Pluspunkt. Der Umbau eines Bestandsgebäudes unterstreicht zudem das Engagement des Biosphärenzweckverbandes für nachhaltiges Bauen und Sanieren in der Region.“ Mit der Machbarkeitsstudie beauftragt sind die Innenarchitektin Anja Welle sowie der Architekt Joachim Sessinghaus aus Homburg, die gemeinsam mit einer breit aufgestellten Bietergemeinschaft aus spezialisierten Büros und Agenturen aus ganz Deutschland an dem Projekt arbeiten. Erste Zwischenergebnisse zeigen: Der Umbau des Gebäudes ist grundsätzlich realisierbar und konkrete Planungen zeigen, dass aus der Sparkassenfiliale ein schönes Biosphärenhaus werden kann: Vorgesehen sind unter anderem ein großer Seminarraum im Kellergeschoss, eine Dauerausstellung im Erdgeschoss, wechselnde Ausstellungen im ersten Obergeschoss sowie Büroräume für die Saarpfalz-Touristik und die Geschäftsstelle des Biosphärenzweckverbandes in den beiden oberen Etagen. Aktuell werden im Rahmen der Studie die Kosten für Umbau, Ausstellungsgestaltung sowie den späteren Betrieb ermittelt. Mit der Übergabe des Förderbescheids ist ein wichtiger Meilenstein erreicht, der den Weg für die weitere Planung und mögliche Realisierung des Biosphärenhauses in Blieskastel ebnet. Die Erstellung der „Machbarkeitsstudie zum Umbau der Kreissparkassenfiliale in Blieskastel zu einem Biosphärenhaus“ wird mit 196.784,84 € – davon 80 % Mittel der Europäischen Union aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und 20 % Mittel des saarländischen Ministeriums für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz – gefördert.