Der Kreisverband der Grünen im Saarpfalz-Kreis fordert angesichts steigender Fälle häuslicher Gewalt und fehlender Schutz- und Beratungsangebote im Saarpfalz-Kreis dringend den Ausbau einer wohnortnahen Unterstützungsstruktur für betroffene Frauen und Kinder. „Es ist untragbar, dass in akuten Notsituationen Frauen und Kinder keinen sicheren Ort finden, weil es an Strukturen und Zuständigkeiten fehlt“, erklärt Lisa Becker, Co-Vorsitzende der Grünen Saarpfalz.
Die Kreisstadt Homburg hat bereits angeboten, geeignete Räumlichkeiten als Notunterkunft bereitzustellen. Die Grünen sehen nun den Saarpfalz-Kreis in der Verantwortung, diesen Impuls aufzugreifen und die erforderliche Infrastruktur zu unterstützen.
Das neue Gewalthilfegesetz verpflichtet die Länder zur Bereitstellung eines flächendeckenden Hilfesystems für Gewaltbetroffene. Doch die Grünen sind der Meinung, dass der Saarpfalz-Kreis nicht auf die landesweite Bedarfsanalyse bis 2027 warten sollte. Sie rufen daher alle Fraktionen im Kreistag dazu auf, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um Betroffenen schnellstmöglich zu helfen.
Die Grünen fordern, dass der Saarpfalz-Kreis:
Ein kreisweites Schutzkonzept entwickelt,
Eine qualifizierte Koordinierungsstelle für Gewaltbetroffene einrichtet,
Niedrigschwellige Beratungsangebote sicherstellt,
Akute Notunterkünfte bereitstellt, beginnend in Homburg,
Bestehende Hilfestrukturen verstetigt und finanziert.
„Häusliche Gewalt endet nicht an Gemeindegrenzen. Wir brauchen ein starkes Netzwerk zum Schutz der Betroffenen“, so Becker abschließend.