Preisübergabe des „Silbernen Schmetterlings“ der Stadt Blieskastel durch den Beigeordneten Guido Freidinger (links) an das Ehepaar Barbara Matz-Langensiepen und Wilfried Matz aus Rudolstadt….
…und ein abschließendes Gruppenfoto mit den Autoren und Preisträgern. (Fotos: Annett Ewen)
Das am 9. Mai eröffnete diesjährige Bundesfilmfestival Natur, wie immer vortrefflich organisiert vom AFW Blieskastel, dem wohl größten Filmclub im Südwesten und Mitglied im Bundesverband Deutscher Film-Autoren e.V. (BDFA), lieferte auch in diesem Jahr wieder spannende und sehenswerte Filmbeiträge. Über deren Professionalität, von der akribischen Vorbereitung, dem Handwerk mit der Kamera an sich bis hin zu vielen anderen Kleinigkeiten, kann man nur immer wieder staunen.
Nachdem Bürgermeister Bernd Hertzler im Rahmen der Festivaleröffnung im Bildungszentrum der Arbeitskammer des Saarlandes in Kirkel bereits lobende Worte an die Filmautoren, Organisatoren und das anwesende Publikum gerichtet hatte, wurde er zur Preisübergabe am Sonntag, dem 10. Mai, durch den Beigeordneten Guido Freidinger vertreten. Den Sonderpreis der Stadt Blieskastel, einen „Silbernen Schmetterling“ erhielt diesmal das Ehepaar Barbara Matz-Langensiepen und Wilfried Matz aus Rudolstadt für den Dokumentarfilm über „Hausspitzmäuse“. Freidinger würdigte in seiner Ansprache nicht zuletzt das besondere Engagement und Herzblut, mit dem das Autorenehepaar den Dokumentarfilm erstellt hat. „In über zweijähriger, akribischer Arbeit haben sie das Leben dieser kleinen, scheuen, nachtaktiven Säugetiere beobachtet und dokumentiert“, so der Beigeordnete. Des Weiteren dankte er dem Initiator, Organisator und Festivalleiter Jürgen Baquet, der Jury und insbesondere Brigitte Adamek-Rinderle, die die Laudatio auf das Preisträger-Ehepaar hielt, für ihr Engagement. „Ich bewundere das Filmerpaar Matz-Langensiepen, das immer wieder ihren Wohn- und Lebensraum mit Tieren teilt, die ihnen gebracht werden, damit sie sie aufpäppeln. Sie lassen uns an dieser oft nicht einfachen Prozedur teilhaben, und es ist faszinierend, den Tieren so nahe zu kommen, wie es in freier Wildbahn kaum möglich wäre“, so Brigitte Adamek-Rinderle in ihrer Rede.
Bereits seit 1979 bereichert die Veranstaltung, diesmal unter der Schirmherrschaft von Umweltministerin Petra Berg, die Kulturszene der Region und genießt eine ganz besondere Wertschätzung, weit über Blieskastel, Kirkel, Gersheim und Mandelbachtal hinaus. Ein Event, mit dem sich Blieskastel identifiziert. Immerhin kürte erst kürzlich der Deutsche Forstzertifizierungsrat die Barockstadt als erste Kommune im Saarland zur „PEFC-Waldhauptstadt“ und würdigt auf diese Weise die nachhaltige Waldbewirtschaftung sowie das Engagement für Projekte zur Erlebbarkeit der Themen Waldwirtschaft, Umweltbewusstsein und Natur. Wo sonst könnte man also ein so spannendes Naturfilm-Festival erleben, wenn nicht in der wunderschönen Biosphärenregion des Bliestals.
Für den kommenden Herbst ist das diesjährige Siegerpaar wiederum nach Blieskastel eingeladen, wenn im städtischen Weinberg am Klosterhang anlässlich des Preises wieder ein Ehren-Weinstock gepflanzt werden soll. Am darauffolgenden Abend folgt dann in der Blieskasteler Orangerie voraussichtlich ein Kurzfilm-Abend. Eine überraschend große Zahl von Filminteressierten macht von diesem inzwischen festen Bestandteil im kulturellen Angebot der Stadt Blieskastel regen Gebrauch, insbesondere um sich nach den Projektionen mit den anwesenden Autoren noch auszutauschen. Der Termin wird über die Presse und Webseite der Stadt Blieskastel zu gegebener Zeit noch bekanntgegeben. Mehr über das Bundesfilmfestival und die prämierten Filme (mit Verlinkungen zu den Videos auf Youtube) gibt es online auf der Webseite des AFW - Filmclub Blieskastel:
https://www.afw-blieskastel.de. (ub)