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Blieskasteler Nachrichten
Ausgabe 25/2026
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Der Sauerklee (Oxalis)

Der Sauerklee ist mit seinen 700 bis 800 Arten eine Pflanzengattung aus der Familie der Sauerkleegewächse (Oxalidaceae). Er ist jedoch nicht mit den typischen Kleearten aus der Familie der Schmetterlingsblütler verwandt.

Weitere Bezeichnungen für den Sauerklee sind auch Kuckucks- und Glücksklee.

Er findet beinahe weltweite Verbreitung z. Bsp. in vielen Gebieten Europas bis in Höhenlagen von etwa 2.000 Meter. Er wächst in Laub-, Laubmisch- und Nadelwälder.

Einen humosen, nährstoffreichen, leicht sauren, feuchten und durchlässigen Boden bevorzugt der Sauerklee. Zudem hat er die Fähigkeit im Schatten zu gedeihen. Doch am liebsten steht er an einem sonnigen bis halbschattigen Platz, beispielsweise auf Wiesen und an Wegrändern.

Die Wuchshöhe ist zwischen 5 und 15 cm und kissenartig. Je nach Art werden Rhizome, zwiebelartige oder knollige Überdauerungsorgane gebildet.

Die Rosetten des Sauerklees sind grund- oder wechselständig und spiralig an der Sprossachse verteilt angeordnet. Ihre Laubblätter gliedern sich in Blattstiel und Blattspreite. Die Blattspreiten sind meist handförmig drei- oder vierteilig. Die Blattflächen sind fiedernervig und können drüsig punktiert sein. Bei einigen Arten sind Gelenkpolster vorhanden mit denen die Teilblättchen nach unten geklappt werden können (zumeist bei Nacht oder Trockenheit). Nebenblätter gibt es zumeist keine oder nur sehr kleine.

Die Blütezeit reicht von April bis Ende Mai. Die sich daraus bildende Kapselfrüchte sind nussartig und dreikantig. Der Sauerklee vermehrt sich durch Selbstaussaat bzw. durch Teilung.

Er ist Teil unserer biologischen Vielfalt der heimischen Wälder und bietet vielen Tier- und Insektenarten Nahrung und Lebensraum.

Aufgrund der vielfältigen Inhaltsstoffe (Oxalsäure, Kaliumhydrogenoxalat, Vitamin C, Schleimstoffe, fette Öle in den Samen) wird der Sauerklee auch als Heilpflanze geschätzt, jedoch ist er in großen Mengen wegen der enthaltenen Oxalsäure für den Menschen giftig. Anwendung findet er z.B. bei rheumatischen Beschwerden. Er wirkt blutreinigend, fiebersenkend und harntreibend.

Im Volksmund heißt es auch: „Wenn der Sauerklee reichlich blüht, gibt es ein nasses Jahr, wenig Blüten bedeuten das Gegenteil“.

Das irische Wappen enthält ein Blatt des Waldsauerklees. Der „Shamrock“ – so die englische Bezeichnung – ist die Nationalpflanze Irlands. Traditionell schmückt er am 17. März, am „St. Patricks Day“, die Hüte der Einwohner.