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Mitteilungsblatt für die Gemeinde Freiensteinau
Ausgabe 12/2019
Amtliche Bekanntmachungen
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- 14 - Preisindex für die Bemessung der Zweitwohnungssteuer für das Jahr 2018

Gemäß § 2 Abs. 1 der gemeindlichen Satzung über das Erheben der Zweitwohnungssteuer ist der Steuergegenstand das Innehaben einer Zweitwohnung im Gemeindegebiet.

Eine Zweitwohnung ist jede Wohnung, die jemand neben seiner Hauptwohnung für seinen persönlichen Lebensbedarf oder den persönlichen Lebensbedarf seiner Familienmitglieder innehat. Eine Wohnung verliert die Eigenschaft einer Zweitwohnung nicht dadurch, dass sie vorübergehend anders genutzt wird (§ 2 Abs. 2 der o.g. Satzung). Als Wohnungen gelten auch alle Wohn- und Campingwagen, die zu Zwecken des persönlichen Lebensbedarfs auf eigenen oder fremden Grundstücken für einen nicht nur vorübergehenden Zeitraum abgestellt werden (§ 2 Abs. 3 der o. g. Satzung).

Steuerpflichtiger ist, wer im Gemeindegebiet eine Zweitwohnung innehat. Sind mehrere Personen gemeinschaftlich Inhaber einer Zweitwohnung, so sind sie Gesamtschuldner (§ 3 Abs. 1 und 2 der Satzung über das Erheben einer Zweitwohnungssteuer der Gemeinde Freiensteinau).

§ 4 Abs. 2 der Satzung über das Erheben einer Zweitwohnungssteuer besagt, dass als Mietwert die Jahresrohmiete gilt. Die Vorschriften des § 79 des Bewertungsgesetztes in der Fassung der Bekanntmachung vom 26.09.1974 (BGBl. I S 2370 ff.) in der zur Zeit gültigen Fassung finden mit der Maßgabe Anwendung, dass die Jahresrohmieten, die gemäß Artikel 2 des Gesetzes zur Änderung des Bewertungsgesetzes vom 13.08.1965 (BGBl. I S. 851) vom Finanzamt auf den Hauptfeststellungszeitpunkt 01.01.1964 festgestellt wurden, jeweils für das Erhebungsjahr auf den September des Vorjahres hochgerechnet werden. Ab dem Januar 1995 erfolgt die Hochrechnung entsprechend der Steigerung der Wohnungsmieten (Nettomiete) nach dem Preisindex der Lebenshaltung aller privaten Haushalte im gesamten Bundesgebiet, der vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wird.

Bei der Berechnung der Zweitwohnungssteuer muss man zweistufig vorgehen, wie das nachfolgende Beispiel zeigt.

Es wird die Steigerung von Januar 1964 bis Januar 1995 auf der Basis 1991 = 100 berechnet. In Zahlen ausgedrückt ist dies

119,2 : 29,0 = 4,11034 (bleibt immer gleich!)

Mit den neuen Zahlen auf der Basis 1995 = 100 kann nun die weitere Entwicklung errechnet werden.

Ein Rechenbeispiel für 2001 mit dem Nettomietenindex für Januar 1995 und September 2000 sieht wie folgt aus:

Bei einer unterstellten Jahresrohmiete von 1.000 DM für 1964 errechnet sich für September 2000 ein Mietwert von

1.000 DM x 4,11034 = 4.110,34 DM x 1,11837 = 4.596,88 DM (2.350,35 €).

Den gleichen Betrag erhält man auch, wenn man die Ausgangsmiete mit dem Produkt aus

4,11034 x 1,11837 = 4,59688

multipliziert.

Gemäß § 5 der Satzung über das Erheben einer Zweitwohnungssteuer beträgt die Steuer jährlich 10 v. H. (10 %) des Mietwertes.

In dem v. g. Beispiel wäre eine Zweitwohnungssteuer in Höhe von 459,69 DM bzw. 235,04 € jährlich zu zahlen.

Nachfolgend können die Inhaber einer Zweitwohnung den Preisindex für die Bemessung der Zweitwohnungssteuer (ZWST) für das Jahr 2018 entnehmen. Bei der Berechnung ist zu beachten, dass die Basis Januar 2010 = 100 (80,3) ist und nicht wie im v. g. Beispiel Januar 1995 = 100 (98,0).

Preisindex zur Berechnung der ZWST für das Jahr 2018:

4,11034 x 1,371108 = 5,63572 x Jahresrohmiete x 10 % = ZWST

Den Preisindex zur Berechnung der Zweitwohnungssteuer kann man im Internet unter www.destatis.de (Statitisches Bundesamt), Preise, Sondergliederungen, Preisindex für Nettokaltmiete herunterladen. Die angegebene Basis findet man ebenfalls auf der Internetseite des Statitischen Bundesamtes im Jahresbericht (Ausgangswert im Januar 1995 auf neuer Basis 2010 = 100).

Veröffentlicht: Freiensteinau, 19.03.2018

Der Gemeindevorstand
der Gemeinde Freiensteinau
Sascha Spielberger, Bürgermeister