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Amtliches Bekanntmachungsorgan der Gemeinde Flieden
Ausgabe 12/2026
Vereine und Verbände
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kfd Flieden

Am Dienstag, den 10. März, konnte die kfd Flieden Theresa Ocheni, Juliet Achimudu und Aladi Momoh aus unserem Partnerbistum Idah in Nigeria begrüßen. Mit Englisch, Händen und Füßen sprang der Funke der Verständigung von Frau zu Frau schnell über. Nach der Besichtigung von Lenzis, wo die Lebenswelt von Frauen in früheren Zeiten erkundet wurde, konnte im Miteinander von Kochen, Essen, Singen, Tanzen und Beten ein lebendiger interkultureller Austausch stattfinden.

Kartoffelpüree, Sauerkraut und Bauernwürstchen sowie Radler schmeckten den Gästen gut. Mit Liedern des Weltgebetstages begleitet von Trommelklängen wurden Lob und Dank zum Ausdruck gebracht - auch für die Spenden der Fliedener Frauen.

Ein Höhepunkt des Besuchs war zuvor der Gottesdienst zum Weltfrauentag in der Stadtpfarrkirche Fulda. Die geistliche Leiterin der kfd, Patricia Kraus, und Stadtpfarrer Stefan Buß gestalteten gemeinsam mit den Frauen einen Gottesdienst mit afrikanischen Rhythmen. Ein Interview vermittelte Einblicke in die Lebenswelt nigerianischer Frauen.

Sehr verwundert zeigte sich der Besuch über die sauberen und geteerten Straßen ohne Schlaglöcher, darüber, dass eine bevorstehende Wahl nicht das öffentliche Leben lahmlegt, dass die Sonne gefeiert wird bei kalten Temperaturen, über das Selbsttanken ohne Bedienung, über die fehlenden Schuluniformen und das Verbot von Fotos von Kindern, über fehlende Nutztiere im Garten oder die nur kleinen Pakete mit Reis.

Weihbischof Diez und weitere Interessierte konnten sich an einem Abend im Bonifatiushaus von Aladi, Juliet und Theresa über die verschiedenen Projekte der Frauen in Idah (Schule, College, Waisenhaus u. a.), die seit fast 50 Jahren mit Hilfe der kfd unterstützt werden, informieren lassen. Die Vertreterinnen aus dem Vorstand der CWO sprachen dabei der kfd und all ihren Mitgliedern ihren tiefen Dank aus. Der Wunsch nach weiterer Zusammenarbeit in Partnerschaft verbunden mit der Hoffnung auf ein friedlicheres Nigeria wurde immer wieder geäußert.

Das Bewusstsein, in persönlichen Begegnungen über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg als christliche Frauen gemeinsam unterwegs zu sein, und so einen kleinen Beitrag zu Friedensarbeit zu leisten, stellte für alle Beteiligten eine Bereicherung dar.