Am 24. April haben die Viertklässlerinnen und Viertklässler der Fliedetalschule zum großen Osterputz aufgerufen und rund um Schule, Parkplatz und der Fliede fleißig Müll gesammelt. Was als wichtige Aktion für Umweltbewusstsein und Gemeinschaftsgeist begann, endete mit einer erschütternden Bilanz: Die Kinder fanden nicht nur viele Flaschen und Verpackungen, sondern auch gefährliche und kriminelle Hinterlassenschaften.
Am Vormittag versammelten sich die Klassen mit Handschuhen und Müllsäcken. Mit tatkräftiger Unterstützung der Lehrkräfte wurden die Wege rund um den zentralen Busplatz, der Parkplatzbereich bei Rewe und Tegut sowie die Ufer der Fliede systematisch abgesucht. Besonders ernüchternd: Im Bereich des Parkplatzes lagen zahlreiche Zigarettenstummel und Verpackungen, die auf häufige Verschmutzung durch Vorbeigehende hinweisen.
Am Fluss traten die Befunde noch deutlicher zutage. Neben Jacken und Schuhen bargen die Kinder und Helfer eine Reihe von Gegenständen, die deutlich über normalen Unrat hinausgehen: viele Flaschen, mehrere E-Zigaretten, ein Personalausweis und sogar ein Nummernschild, das offenbar gestohlen wurde. Besonders alarmierend waren mehrere Lachgaszylinder, deren Fund Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler gleichermaßen erschreckte. Lachgaskonsum ist gefährlich und die Zylinder sind kein Spielzeug und stellen ein gesundheitliches und umweltschädliches Risiko dar.
Die Organisatorinnen und Organisatoren zeigten sich betroffen: „Wir wollten den Kindern zeigen, wie wichtig Umweltschutz ist. Dass sie dabei auf solche gefährlichen und kriminellen Hinterlassenschaften stoßen, hat uns alle schockiert“, sagte eine Lehrkraft. Die Kinder zeigten sich aber auch stolz: Sie haben viel gesammelt und damit einen sichtbaren Beitrag für ein saubereres Flieden geleistet.
Die Polizei wurde über die Funde informiert; insbesondere das gefundene Nummernschild wurde geprüft. Auch die sichere Entsorgung der Lachgaszylinder wurde veranlasst, um weitere Gefährdungen auszuschließen.
Die Aktion hat zwei klare Signale gesetzt: Einerseits zeigt sie das große Engagement der jungen Generation für Umwelt und Gemeinwesen. Andererseits macht die Fundliste deutlich, wie viel illegale und gefährliche Müllentsorgung in unserer Umgebung stattfindet - ein Weckruf an Politik, Handel und Bürgerinnen und Bürger, stärker gegen Vermüllung und daraus resultierende Risiken im öffentlichen Raum vorzugehen.