Auf der Suche nach echter Schönheit. Sie zeigt sich im ersten Licht eines Morgens, das über den Dächern liegt. In einem Lächeln, das wir zufällig einfangen, in einer Geste der Freundlichkeit, die weder laut noch spektakulär ist.
Schönheit lebt in Alltagsmomenten, in der Vielfalt unserer Gesellschaft, in Ecken, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken. Und oft offenbart sie sich gerade dort, wo wir nicht nach ihr gesucht haben.
Gerade in einer Zeit, der der vieles schnell, laut und flüchtig erscheint, lohnt sich ein zweiter Blick.
Ein achtsamer, ein offener. Denn Schönheit braucht kein großes Publikum. Sie braucht Aufmerksamkeit.
Denn Schönheit ist nicht irgendwo - sie ist überall!
Diese Jahreszeit mag ich besonders gerne, bin gerne in der Natur und freue mich an der Schöpfung. An den Wegesrändern stehen viele weiß-gelbe Margariten, der Storchenschnabel mit seinem violetten Farbtupfer und die Gänseblümchen bilden einen bunten Blumenteppich.
Die Pfingstrose mit aufrecht stehenden rot, weiß und pinkfarbenen Blütendolden, die der Starkregen zum Verneigen auf die Erde gezwungen hat, war ein herrlicher Farbtupfer für unser Auge. Ein Wunderwerk der Natur. Ein kleines Hornveilchen in voller Blütenpracht erkämpfte sich den Weg durch den Riss im Asphalt und schenkt uns wahre Freude.
Die Rosen, die Königinnen der Blumen, stehen zur Zeit in vielen Farben in vollem Blütenflor. Anspruchslos aber edel.
Im Garten wächst der frische knackige Salat und Radieschen, die rot leuchtenden aromatischen Erdbeeren sind ein Genuss für den Gaumen. Im saftigen Grün wächst der Weizen heran, dass wir das ganze Jahr versorgt sind mit dem täglichen Brot.
Die fleißigen Bienchen sammeln unermüdlich Nektar und schenken uns Gesundheit aus der Natur. Dieses Wunder hatte auch schon der evangelische Pfarrer Paul Gerhardt (1607-1676) im Sinn. Er schrieb das Lied ‚Geh aus, mein Herz und suche Freud‘ im Jahr 1653.
Rosemarie Gärtner berichtete über das Leben von Paul Gerhardt.
Da muss man ganz einfach einstimmen in den großen Lobgesang Gottes.
Welch hohe Lust, welch heller Schein
wird wohl in Christi Garten sein!
Wie muss es da wohlklingen,
da so viel tausend Seraphim
mit unverdrossnem Mund und Stimm
ihr Halleluja singen.
Herzlichen Dank an alle Teilnehmer und Helfer!!