(v.l.n.r.) Bürgermeisterin Manuela Henkel im Austausch mit Nicole Briechle (Behindertenbeauftragte Wartburgkreis), Dennis Petschner (Thüringer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung) und Martina Beez
Geisa. Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die insbesondere in den Kommunen konkret umgesetzt und mit Leben gefüllt werden muss. Nur dort, wo Menschen miteinander in ihrem direkten Lebensumfeld in Kontakt treten, können Barrieren erkannt und nachhaltig abgebaut werden.
Vor diesem Hintergrund fand ein intensiver Austausch im Geisaer Rathaus mit dem Thüringer Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung Dennis Petschner, seiner Kollegin Martina Beez und der Behindertenbeauftragten des Landratsamtes Wartburgkreis Nicole Briechle statt. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie inklusive Strukturen vor Ort weiter gestärkt und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen verbessert werden kann.
Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Inklusion nicht allein durch gesetzliche Vorgaben erreicht werden kann. Vielmehr braucht es das aktive Zusammenwirken von Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft – und vor allem die Einbindung der Menschen, um deren Lebensrealität es geht. Ihre Erfahrungen und Perspektiven sind entscheidend, um passgenaue Lösungen zu entwickeln. Besondere Bedeutung kommt dabei den Kommunen zu: Sie sind die Orte, an denen Inklusion sichtbar wird – im öffentlichen Raum, in Bildungseinrichtungen, am Arbeitsplatz und im sozialen Miteinander. Der Austausch hat gezeigt, dass bereits viele gute Ansätze bestehen, die weiter ausgebaut und besser vernetzt werden müssen.