Titel Logo
Geisaer Zeitung
Ausgabe 12/2026
Mitteilungen allgemein
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Gesundheitsgefahren durch den Eichenprozessionsspinner im Wartburgkreis

Der Wartburgkreis weist aus aktuellem Anlass auf mögliche Gesundheitsgefahren durch den Eichenprozessionsspinner hin. Bereits im Jahr 2025 wurden in mehreren Ortschaften des Wartburgkreises Vorkommen dieser Raupen festgestellt. Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können bei Menschen Hautreizungen, starken Juckreiz, Augenreizungen sowie allergische Reaktionen und Atemwegsbeschwerden auslösen. Da die feinen Haare durch den Wind verbreitet werden können und über längere Zeit ihre reizende Wirkung behalten, besteht auch nach dem Verlassen der Nester ein gesundheitliches Risiko.

Betroffen sind in erster Linie Eichen der Gattung Quercus, darunter beispielsweise Stiel- und Traubeneichen. Vereinzelt können die Raupen jedoch auch an anderen Baumarten, wie etwa der Hainbuche, auftreten. Ab dem dritten Larvenstadium, das in der Regel Mitte Mai beginnt, entwickeln die Raupen ihre gesundheitsgefährdenden Brennhaare und errichten die typischen Gespinstnester an Stämmen und Ästen. Im August verpuppen sich die Raupen zu Nachtfaltern. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier erneut an den Bäumen ab, wo diese überwintern.

Um gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung zu minimieren, wird den Städten und Gemeinden sowie den zuständigen Ordnungsbehörden empfohlen, potenziell betroffene Eichenbestände insbesondere innerhalb von Ortschaften, in Parkanlagen, an Wanderwegen, Wanderhütten und Sitzgelegenheiten sowie auf Sport-, Spiel- und Veranstaltungsflächen regelmäßig auf Raupen und Gespinstnester zu kontrollieren. Wird ein Befall festgestellt, sollten umgehend geeignete Maßnahmen eingeleitet werden. Hierzu zählen insbesondere die fachgerechte Entfernung der Nester durch spezialisierte Fachfirmen sowie gegebenenfalls die Absperrung betroffener Bereiche und die Aufstellung von Warnhinweisen, um die Bevölkerung vor einem Kontakt mit den Brennhaaren zu schützen.

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, Nester und Raupen nicht zu berühren und befallene Bereiche möglichst zu meiden. Nach einem möglichen Kontakt mit Brennhaaren sollten Kleidung gewechselt und gewaschen sowie Haut und Haare gründlich gereinigt werden. Bei stärkeren gesundheitlichen Beschwerden oder allergischen Reaktionen wird empfohlen, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Weiterführende Informationen zum Eichenprozessionsspinner, zu seinem Vorkommen sowie zu Bekämpfungs- und Schutzmaßnahmen stellt das Umweltbundesamt unter folgendem Link zur Verfügung:

Umweltbundesamt – Eichenprozessionsspinner.