Das Schneefest in Schleid wurde auf Grundlage eines Gelöbnisses erstmals am 5. August 1626 gefeiert. Damals wütete der 30-JährigeNachdem sie ein Bild hochgeladen haben, Doppelklick auf das jeweilige Bildmotiv, um die Bildunterschrift zu erfassen oder Bild markieren und das Symbol in der Krieg im Land. 1626 suchte die Pest das Geisaer Amt heim, als Folge von Truppendurchzügen, einer schlechten Ernte im Vorjahr, Hunger und Hitze. Von Mai bis August 1626 starben in Schleid und Kranlucken 430 Menschen, ein Drittel der Bevölkerung. In dieser großen Not rief der damalige Ortspfarrer Johannes Gutwein zu einem feierlichen Gelöbnis an die Gottesmutter, die Patronin der Pfarrkirche. Man wählte hierfür das Fest Maria Schnee am 5. August, das Kirchweihfest der größten römischen Marienkirche Santa Maria Maggiore. Der Legende nach soll Maria in der Nacht auf den 5. August 358 dem römischen Patrizier Johannes und seiner Frau erschienen sein und habe versprochen, dass der Wunsch des Paares nach einem Sohn in Erfüllung gehen werde, wenn ihr zu Ehren eine Kirche an der Stelle errichtet werde, wo am nächsten Morgen Schnee liege. Das Paar begab sich zu Papst Liberius (352-366), welcher erklärte, er habe den gleichen Traum gehabt. Am Morgen des 5. August sei der höchste Punkt des Esquilinhügels mit Schnee bedeckt gewesen. An dieser Stelle wurde die Kapelle gebaut, die später durch ein größeres Gotteshaus ersetzt wurde. Zum Gedächtnis an den Weihetag dieser Basilika Santa Maria Maggiore im Jahr 432 wurde auch im deutschsprachigen Raum das Fest Maria Schnee gefeiert. Das Gelöbnis der Schleider und Kranluckener im Jahr 1626 wurde im „Schneefestbrief“ niedergeschrieben, welcher heute noch jeweils am Sonntag vor dem Fest im Gottesdienst verlesen wird. Die sechs Punkte des Briefes besagen, dass das Fest Maria Schnee am 5. August auf ewige Zeiten feierlich begangen werden soll.