Ausgehend von einer 5-Tage-Woche werden in Thüringen täglich etwa 350 Vollblutspendenden benötigt. Deutschlandweit werden circa 15.000 Blutspender benötigt, um das Gesundheitssystem mit unverzichtbaren Blutpräparaten sicher versorgen zu können. Es besteht derzeit deutschlandweit ein Mangel an Blutkonserven. Eine Blutkonserve ist nur 42 Tage haltbar. Eine Vorratshaltung ist nicht möglich. Deshalb werden dauerhaft und regelmäßig Blutspender benötigt, um die Kliniken ausreichend für Notfälle und überlebenswichtige Operationen mit Blutpräparaten versorgen zu können.
Das Problem: Gerade im Januar ist der Versorgungsbedarf der Kliniken hoch, da geplante Operationen und Therapien vor und zwischen dem Jahreswechsel in den Januar verschoben werden. Gründe für die mangelnden Blutspenden sind das extreme Winterwetter – Schnee und Eisglätte - und die derzeit vielen Erkältungs-/ Grippeerkrankten. Denn Blut spenden darf nur, wer gesund ist. Weil während der kalten Jahreszeit grundsätzlich mehr Menschen krank werden, fallen auch mehr Blutspender kurzfristig aus. Hinzu kommen Urlaubsrückkehrer, die durch ihre Aufenthalte in tropischen Ländern teilweise nicht sofort wieder Blut spenden können. Und auch aus Spendern werden Empfänger, auch dadurch steigt der Bedarf an Blutpräparaten (demographischer Wandel). Deutschland verliert in den nächsten Jahren fast 300.000 Spender aus der spendestarken Babyboomer-Generation. Die Konsequenz: Es werden dringend mehr Menschen benötigt, die zum ersten Mal Blut spenden (Neuspender) und dann auch regelmäßig Blut und/ oder Blutplasma spenden.
Leider sinkt aber die Spendebereitschaft in der Bevölkerung kontinuierlich. Täglich müssen allein vom Suhler Blutspendedienst mehr als 2.000 Menschen zu einer Blutspende bewegt werden. Die Zeit für einen Generationswechsel ist längst gekommen. Um das solidarische Versorgungs-system aufrechtzuerhalten, braucht jede Generation ihren eigenen großen Spenderstamm. Um die Vorräte an Blutpräparaten im Blutdepot wieder aufzustocken und eine ausreichende Versorgung sicherzustellen, bitten wir alle Menschen ab 18 Jahren um Unterstützung.
Voraussetzungen für die Blut- und Plasmaspende: Spenden kann jeder Erwachsene ohne relevante Vorerkrankungen ab 18 Jahren. Mit dem Wegfall der Altersobergrenze ist das Alter kein Ausschlussgrund von der Blutspende. Frauen dürfen vier Mal, Männer sechs Mal innerhalb von 12 Monaten Vollblut spenden, wobei ein Abstand von mindestens 8 Wochen zwischen zwei Spenden eingehalten werden muss.Das Spenden von Blutplasma ist bis zu 60 Mal im Kalenderjahr möglich.Vor jeder Spende werden Blutdruck, Puls und Temperatur gemessen sowie für die Spende notwendige Gesundheitsfragen geklärt. Zu jeder Spende den gültigen Personalausweis oder Reisepass mitbringen.
Und wofür wird eigentlich Blutplasma verwendet? Aus Blutplasma werden wertvolle Stoffe für Arzneimittel gewonnen, die zur Behandlung lebensbedrohlicher Krankheiten benötigt werden. Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr benötigen Medikamente aus Blutplasma, weil sie nicht mit herkömmlichen Antibiotika behandelt werden können und ihr Körper ohne Unterstützung von außen keine Infektionen abwehren kann. Bei Menschen mit Blutgerinnungsstörungen kann das Blut nicht korrekt gerinnen. Das Glykoprotein Fibrinogen ist ein wichtiger Bestandteil der Blutgerinnung. Damit können schwerste Verletzungen der inneren Organe behandelt werden. Fibrinogen wird auch zum lokalen Wundverschluss eingesetzt. Auch gerissene Sehnen und Nervenstränge im neurochirurgischen Bereich lassen sich mit Fibrinkleber wieder verbinden. Das Protein Albumin wird bei schweren Verbrennungen, Trauma Patienten und in der Chirurgie eingesetzt.
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Susanne Brunne
Leiterin Marketing & Unternehmenskommunikation