Die Sternsinger aus Walkes, Apfelbach und Ketten
Die Sternsinger aus Bremen
Die Sternsinger von Motzlar
Die Sternsinger von Geismar, Spahl und Ketten nach der Aussendung
Die Geisaer Sternsinger kurz nach ihrer Aussendungsmesse in der Stadtpfarrkirche am 11. Januar 2026 mit Pfr. Martin Lerg
Die Sternsinger aus Wiesenfeld mit Pfr. Martin Lerg in der Kirche St. Ursula
Sternsingeraktion 2026 in Ketten, Walkes und Apfelbach
Ketten/Walkes/Apfelbach. Weltweit wird vielen Kindern durch ausbeuterische Kinderarbeit das Recht auf Bildung und damit auf eine gute Zukunft genommen. Gerade in Ländern wie Bangladesch werden Kinder als günstige Arbeitskräfte in Fabriken eingesetzt. An einen „normalen“ Alltag, wie ihn viele Kinder in westlichen Ländern erleben dürfen, ist nicht zu denken. Auf diesen Missstand wollen die Sternsinger in diesem Jahr aufmerksam machen. Die gesammelten Spenden tragen dazu bei, Kinder aus der Arbeit zu befreien und ihnen den Weg in die Schule zu ebnen.
Nach dem Aussendungsgottesdienst am „Dreikönigstag“ in der Geismarer Kirche brachten die Kinder aus Ketten und Apfelbach am 10.01.2026 diese Botschaft von Haus zu Haus. Dabei trugen sie nicht nur den Segen "Christus segne dieses Haus" mit dem Kreidezeichen "20*C+M+B*26" zu den Menschen nach Ketten, Walkes und Apfelbach, sondern sammelten auch Spenden für die Kinder in Bangladesch. Herzlichen Dank allen Spendern. Ein besonderer Dank geht an die Sternsinger für ihren großartigen Einsatz.
Bremen. Am Sonntag, den 11. Januar 2026, zogen nach dem feierlichen Aussendungsgottesdienst die Sternsinger durch Bremen. Mit fröhlichem Gesang brachten die 32 Mädchen und Jungen den traditionellen Segen „20*C+M+B+26“ (Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus) in die einzelnen Haushalte. Dabei sammelten sie insgesamt 1.278,70 Euro, die nun einem Hilfsprojekt in Bangladesch zugutekommen. Die Sternsingeraktion zeigt, wie wertvoll die Tradition des Sternsingens für die Gemeinschaft und die weltweite Solidarität ist. Sie trägt nicht nur zur Unterstützung von bedürftigen Kindern bei, sondern stärkt auch das Bewusstsein für die Themen Kinderrechte und Bildung. Ein herzliches Dankeschön an alle, die diese schöne Tradition am Leben erhalten.
Motzlar. Am 10.01.2026 zogen, bei eisiger Kälte, 21 Sternsinger durch die Motzlarer Straßen und verbreiteten die frohe Botschaft von Weihnachten. Mit ihren Sternen, Weihrauch und den gesungenen Liedern brachten sie Licht und Freude in die dunkle Winterzeit. Dafür wurden sie mit reichlich Geldspenden und Süßigkeiten bedacht. Das Geld fließt in verschiedene Kinderhilfsprojekte, die sich gegen Kinderarbeit stark machen. Beim anschließendem Essen und Spielen ging für die Kinder ein aufregender Tag zu Ende.
Geismar. In den Straßen von Geismar herrschte am vergangenen Samstag, dem 10. Januar 2026, reges Treiben: In prächtigen Gewändern und mit leuchtenden Sternen ausgestattet, zogen die Sternsinger von Haus zu Haus. Doch die diesjährige Aktion Dreikönigssingen war mehr als nur eine liebgewonnene Tradition – sie stand im Zeichen eines ernsten Themas.
Ein Segen für die Häuser
Bereits am 6. Januar wurden die kleinen und großen Könige aus den Gemeinden Geismar, Spahl und Ketten von Pastor Dr. J. Kämpf feierlich ausgesendet. Am Aktionstag selbst starteten die Gruppen nach einem gemeinsamen Frühstück, um den traditionellen Segen an die Türen zu bringen: 20*C+M+B+26. Das Kürzel steht für „Christus Mansionem Benedicat“ (Christus segne dieses Haus) und verbindet den Wunsch für ein gutes neues Jahr mit der Hilfe für Kinder weltweit.
Unter dem bundesweiten Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ richtete sich der Blick in diesem Jahr besonders auf Bangladesch. Dort müssen rund 1,8 Millionen Kinder arbeiten, oft unter gefährlichen Bedingungen in Fabriken, Werkstätten oder als Haushaltshilfen.
Durch die Spenden aus unserer Region werden Partnerorganisationen vor Ort (wie das Projekt ARKTF oder die Caritas Bangladesch) unterstützt. Diese setzen sich dafür ein:
Dass ihr Einsatz direkt anderen Kindern hilft, motivierte die Sternsinger in Geismar sichtlich. „So können wir auch mal was für arme Kinder tun“, erklärte ein Sternsinger stolz. Der Lohn für die vielen Kilometer zu Fuß waren nicht nur die Euros für den guten Zweck, sondern auch die prall gefüllten Taschen mit Süßigkeiten, die von den Bewohnern als Dankeschön gereicht wurden.
Dank an die Gemeinschaft
Die Organisatoren zeigten sich hocherfreut über die Hilfsbereitschaft. Ein besonderer Dank gilt allen Spendern, den engagierten Kindern und Jugendlichen sowie den zahlreichen Helfern im Hintergrund, die durch die Verpflegung und Begleitung zum Erfolg der Aktion beigetragen haben.
Wir grüßen und erzählen euch, warum wir heut hier stehen:
Weil Kinder – grad so alt wie wir - oft nicht zur Schule gehen.
Sie müssen für Ihr täglich Brot arbeiten und sich plagen,
sind recht- und Schutzlos und allein und dürfen doch nicht klagen!
Wir wolle, dass das anders wird, denn jedes Kinder Leben
Solll bunt und froh sein, und es soll gerechte Chancen geben.
Wir feiern Weihnacht, weil Gott selbst – als Kind gebor`n im Stalle –
Uns zeigt, dass Kinder wichtig sind. Nicht Manche sondern alle.
So bringen wir auf Gottes Wunsch euch seinen reichen Segen,
dass ihr behütet und geliebt auf allen euren Wegen
durch jeden Tag des Jahres geht. Der Segen wird hier bleiben.
Damit Ihr das auch nicht vergesst, woll`n wir Ihn für euch schreiben.
Wir kamen als drei Könige – mit Stern und mit dem Segen
Und hoffen sehr, wir konnten euch zu Freud und Dank bewegen.
So bitten wir, Ihr lieben Leut: Helft mit, die Welt zu ändern,
dass Kinder gleiche Chancen haben, hier und in anderen Ländern.
Geisa. Am 11. Januar beteiligten sich die katholischen Pfarrgemeinden aus Geisa mit Wiesenfeld und Bremen mit Otzbach abermals an der Sternsingeraktion, einem Gemeinschaftsprojekt des Kindermissionswerkes und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Sie sendeten ihre Sternsinger aus, um Spenden für mehr Bildung für Kinder in besonders schweren Lebensumständen zu erbitten. Symbolisch wählten die Verantwortlichen das Land Bangladesch aus, weil besonders hier viele Kinder in Färbereien, und Nähereien arbeiten müssen, um das Überleben ihrer Familien mit zu sichern. Und überdies werden die dort gefertigten Kleidungsstücke in überwiegendem Maße für den europäischen Markt produziert. Das eingesammelte Geld wird vom Kindermissionswerk dafür verwendet, dass Kinder eher in die Schule gehen können und nicht in Fabriken unter zumeist unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen.
Insgesamt gingen in Geisa 45 Jungen und Mädchen der Pfarrgemeinde (in Wiesenfeld waren es 9, in Otzbach mit Geblar und Lenders waren es 26) in Gestalt der Heiligen Drei Könige durch die Straßen und Gassen von Tür zu Tür und konnten nach einem langen und sehr kalten Tag insgesamt 6.615 Euro Spendengeld sammeln (zu Bremen siehe den separaten Artikel).
In diesem Jahr ist das Hilfsprojekt zum 68. Mal aktiv geworden. Mit dem Spruch „Christus mansionem benedicat – Gott segne dieses Haus“ (C+M+B) werden die Häuser der Christen versehen, die sich an dieser Aktion beteiligen.
Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Sternsingern für ihre Bereitschaft mitzuhelfen bedanken. Das gilt ebenso für alle, die die Jungen und Mädchen begleiteten und v.a. auch für jene, die hinter den Kulissen mit aller Tatkraft zum Gelingen des Projektes beitrugen.
Beitrag von Johannes Henning