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Mitteilungsblatt der Gemeinde Greifenstein
Ausgabe 10/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Bericht der Bürgermeisterin anlässlich der Sitzung der Gemeindevertretung Greifenstein am 19.02.2026

Sehr geehrte Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter,

sehr geehrte Gäste,

liebe Vertreterinnen und Vertreter der Presse,

wie bereits in der letzten Sitzung beginne ich meinen Bericht mit einer erfreulichen Mitteilung.

1. Finanzielle Zuweisung des Bundes

Mit Schreiben vom 18.12.2025 wurde die Gemeinde Greifenstein über die Höhe des Kommunalanteils aus dem Infrastruktursondervermögen des Bundes informiert. Auch der Hessische Städte- und Gemeindebund hat hierüber in seiner Zeitung vom 01.01.2026 berichtet.

Die Bundesmittel sollen in zwei Tranchen ausgezahlt werden - im Jahr 2026 sowie voraussichtlich im Jahr 2029.

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Erste Tranche (2026):

Verteilung von 3 Mrd. €, davon 2.028.548 € für die Gemeinde Greifenstein.

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Zweite Tranche (voraussichtlich 2029):

Verteilung von 1,7 Mrd. €, davon voraussichtlich rund 1,15 Mio. € für Greifenstein.

Auf eine klassische Förderrichtlinie soll verzichtet werden. Vorgesehen sind jedoch ein festgelegtes Tätigkeitsfeld für investive Maßnahmen, die vorherige Anmeldung der Projekte, eine Zuschussvereinbarung, ein Mittelabrufverfahren sowie eine Verwendungsbestätigung.

2. Sanierung der Ulmtalhalle

Für die Sanierung der Ulmtalhalle hat der Gemeindevorstand die Teilnahme am Projektaufruf 2025/2026 im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beschlossen. Zwischenzeitlich wurde uns mitgeteilt, dass die Resonanz auf den Projektaufruf sehr groß ist und mit einer Projektauswahl erst nach Ostern gerechnet werden kann, anstatt Ende Februar 2026.

3. Austausch der Wasserzähler

Der Austausch der Wasserzähler geht weiter. Der Gemeindevorstand hat die Firma Rezek mit dem Austausch der letzten 1.350 Kaltwasserzähler zu einem Auftragswert von 45.785,25 € beauftragt.

Der Austausch soll bis Juni 2026 in den Ortsteilen Greifenstein, Holzhausen, Nenderoth, Odersberg, Rodenroth und Ulm abgeschlossen sein.

4. Druckminderschacht in der Gemarkung Ulm

Die Wasserwerke Dillkreis Süd beabsichtigen, in die bestehende Trinkwasserfernleitung DN 250 einen Druckminderschacht einzubauen. Ziel ist es, den nicht mehr erforderlichen Betriebsdruck zu senken und die Leitung dauerhaft zu schützen.

Das Bauwerk soll auf der Grenze zweier gemeindeeigener Wegeparzellen in der Gemarkung Ulm (Flur 2, Flurstücke 4 und 6) errichtet werden. Es handelt sich um ein unterirdisches Stahlbetonbauwerk, sichtbar bleibt lediglich eine Abdeckung im Weg.

Zusätzlich wird ein bestehendes Datenkabel auf einer Länge von 420 Metern durch ein leistungsfähigeres Kabel ersetzt.

5. Verkauf eines Baugrundstücks

Im Ortsteil Allendorf wurde ein Baugrundstück in der Straße Zum Runddielchen verkauft.

6. Zukünftiger Umgang mit gemeindlichen Liegenschaften

Der Gemeindevorstand hat sich kürzlich mit der künftigen Nutzung, Weiterverwendung oder Verkauf der gemeindlichen Gebäude beschäftigt. Hierzu soll dem Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss regelmäßig Gebäude zur Beratung vorgestellt werden.

7. Dorfgemeinschaftshäuser und Schlachthäuser

Ebenfalls hat sich der Gemeindevorstand mit der Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser und des Schlachthauses Rodenroth beschäftigt.

Die Belegungszahlen der Dorfgemeinschaftshäuser (DGH) werden an aktuelle Brandschutz- und Sicherheitsvorgaben angepasst und die Angaben auf der gemeindlichen Homepage aktualisiert.

Die vorhandenen funktionsfähigen Zapfanlagen werden den Ortsvereinen zur Nutzung und Pflege auf eigene Kosten angeboten. Veranstaltern wird künftig empfohlen, ggf. benötigte Zapfanlagen direkt beim Getränkelieferanten anzumieten.

Das in die Jahre gekommene Schlachthaus im DGH Rodenroth wird geschlossen. Das Schlachthaus wird nur noch selten genutzt. Die Räumlichkeiten sollen künftig als Lagerräume, beispielsweise für Zwecke der Katastrophenvorsorge, genutzt werden.

11. Breitbandausbau im Lahn-Dill-Kreis

Strukturell haben wir nicht immer die besten Karten im Spiel. Beim Breitbandausbau jedoch steht Greifenstein sehr gut da.

Die GlasfaserPlus GmbH verlegt in neun von zehn Ortsteilen eigenwirtschaftlich Glasfaserleitungen. Lediglich der Ortsteil Rodenberg sowie einzelne Anwesen in den übrigen Ortsteilen lassen sich nicht eigenwirtschaftlich ausbauen.

Um auch diese Bereiche mit Glasfaser zu versorgen, wurde das Vollausbau-Projekt gestartet, das noch in diesem Jahr umgesetzt wird. Die Gemeinden tragen hierbei einen Eigenanteil von 10 Prozent. Für Greifenstein sind dafür im Haushalt 250.000 Euro veranschlagt.

Eine so hohe eigenwirtschaftliche Ausbauquote ist keineswegs selbstverständlich und findet sich nicht in jeder Stadt oder Kommune.

Ich wünsche der Sitzung einen guten Verlauf.