Datum/Uhrzeit: 10.08.2026 - 16:40
Einsatzstichwort: Baum auf Straße
Einsatzort: Holzhausen
Alarmierte Ortsteilwehren: Holzhausen
Kurzbericht:
Ein umgestürzter Baum auf der Kreisstraße zwischen Holzhausen und Rodenroth führte am Montagnachmittag zur Vollsperrung der Strecke.
Zur Beseitigung des Baumes wurden die Einsatzkräfte aus Holzhausen alarmiert.
Dank Kettensäge und Besen war das Hindernis schnell beseitigt und die Straße wieder befahrbar.
Datum/Uhrzeit: 11.08.2026 - 10:28
Einsatzstichwort: Brennt Halle -> droht auf Wohnhaus überzugreifen
Einsatzort: Arborn
Alarmierte Ortsteilwehren: Allendorf-Ulm, Arborn, Beilstein, Holzhausen, Nenderoth, Odersberg, Rodenberg, Rodenroth
Weitere Einsatzmittel: Rettungswagen (RTW), Brandschutzaufsichtsdienst (KBI/KBM), Feuerwehr Herborn DLK + Löschwasserkonzept, Feuerwehr Weilburg DLK, Löschwasserkonzept LDK klein (Feuerwehr Ehringshausen, Braunfels, Herborn), Feuerwehr Haiger - Gerätewagen Atemschutz, Feuerwehr Aßlar - Drohneneinheit
Kurzbericht:
Am Dienstagvormittag wurden die Einsatzkräfte aus Arborn, Nenderoth, Odersberg, Rodenroth und Beilstein zu einem ausgedehnten Gebäudebrand in der Münchbornstraße in Arborn alarmiert. Aufgrund weiterer Notrufe erfolgte zusätzlich die Alarmierung der Drehleiter der Feuerwehr Herborn.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand ein Gebäudekomplex aus Halle und Wohnhaus bereits im Vollbrand. Das Feuer hatte zu diesem Zeitpunkt auf den Dachstuhl des Wohnhauses übergegriffen.
Vorrangig galt es, eine Ausbreitung auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Dafür wurden in zwei Bereichen Riegelstellungen aufgebaut. Parallel dazu richteten weitere eintreffende Kräfte eine stabile Löschwasserversorgung ein. Hierzu wurden unter anderem die Ortsteile Holzhausen und Allendorf sowie die Löschwasserkomponente „klein“ des Lahn-Dill-Kreises nachalarmiert. Glücklicherweise besteht in Arborn die Möglichkeit, die Fernwasserleitung zur Löschwasserversorgung zu nutzen, welche ausreichend dimensioniert ist und hohen Wasserdruck sowie Wassermenge liefert. Dadurch stand genügend Löschwasser zur Verfügung.
Die Drehleiter der Feuerwehr Herborn war zu Beginn des Einsatzes aufgrund eines technischen Defekts nicht einsatzbereit, sodass die nächstgelegene Drehleiter aus Weilburg nachalarmiert wurde. Der Defekt an der Drehleiter konnte glücklicherweise im Einsatzverlauf kurzfristig behoben werden, sodass schließlich zwei Drehleitern zur Verfügung standen.
Durch die massive Rauchentwicklung kam es zu Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderungen. Daher wurde eine Bevölkerungswarnung über Katwarn ausgelöst.
Die L3046 musste im Bereich Arborn zeitweise voll gesperrt werden. Auch die Münchbornstraße war während des gesamten Einsatzes nicht befahrbar.
Zur besseren Übersicht und Lagebeurteilung sowie zur Planung weiterer Maßnahmen wurde die Drohne der Feuerwehr Aßlar angefordert. Die Einsatzleitung konnte dadurch auf Livebilder in Farbe und Wärmebildaufnahmen zugreifen.
Im Verlauf des Einsatzes stürzten sowohl der Dachstuhl der Halle als auch das Dach des Wohnhauses ein. Die Blecheindeckung der Halle erschwerte das Ablöschen des darunterliegenden Brandguts erheblich.
Zur Beurteilung der Standsicherheit und zur Klärung der Unterstützungsmöglichkeiten des THW bei den Nachlöscharbeiten wurden zunächst die Baufachberater, später die Fachgruppe „Räumen“ des THW Dillenburg alarmiert.
Neben der Brandbekämpfung wurde auch die Versorgung der Einsatzkräfte sichergestellt. Die Feuerwehr Rodenberg unterstützte mit der Hygienekomponente. Besonders erfreulich war die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung: Viele Anwohner versorgten die Einsatzkräfte mit Getränken und Snacks.
Der Bagger des THW, ausgestattet mit einem Greifer, entfernte zunächst die Dachbleche der Halle, um gezielte Nachlöscharbeiten zu ermöglichen. Brandschutt wurde umgesetzt und abgelöscht. Nicht standsichere Bauteile wurden kontrolliert niedergelegt, um unkontrollierte Einstürze zu verhindern.
Auch Bürgermeisterin Sander machte sich vor Ort ein Bild vom Einsatzgeschehen und stimmte mit den Geschädigten Unterstützungsmöglichkeiten ab.
Auf der Rückfahrt der Feuerwehrkräfte aus Herborn unterstützen diese noch bei einem Verkehrsunfall auf der Landstraße in Höhe der Firma West Chemie in Beilstein. Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle ab und klemmten die Batterien der beteiligten Fahrzeuge ab.
Zum Abschluss der Nachlöscharbeiten wurden Brandschutt und der Kriechkeller unter der Halle mit Löschschaum geflutet, um letzte Glutnester abzulöschen.
Im Einsatzverlauf zogen sich zwei Feuerwehrleute leichte Verletzungen zu.
Wir wünschen beiden Kameraden eine schnelle und vollständige Genesung.
Der Gefahrenbereich rund um das Brandgebäude wurde zum Einsatzabschluss gemeinsam mit dem THW vollständig mit Bauzaun gesichert und durch die Polizei abgesperrt.
Fazit des Einsatzes:
Datum/Uhrzeit: 11.08.2026 - 22:01
Einsatzstichwort: Brandnachschau
Einsatzort: Arborn
Alarmierte Ortsteilwehren der Feuerwehr Greifenstein: Arborn
Kurzbericht:
Am Dienstagabend wurden die Einsatzkräfte aus Arborn nach vorheriger Erkundung erneut in die Münchbornstraße alarmiert. Ein Glutnest an einem Holzbalken hatte sich wieder entzündet.
Der Balken wurde großflächig freigelegt und das Glutnest abgelöscht.
Die Nachlöscharbeiten konnten zeitnah beendet werden nachdem alles mittels Wärmebildkamera überprüft wurde.
Datum/Uhrzeit: 12.08.2026 - 10:57
Einsatzstichwort: Brandnachschau
Einsatzort: Arborn
Alarmierte Ortsteilwehren: Arborn, Nenderoth
Kurzbericht:
Die Einsatzstelle von Dienstag beschäftigte die Einsatzkräfte aus Arborn und Nenderoth auch am Mittwochvormittag.
Erneut war eine Rauchentwicklung aus dem Brandobjekt feststellbar.
Über eine Steckleiter war der Bereich einsehbar und die Löschmaßnahmen konnten gezielt durchgeführt werden.
Zur Durchdringung des Brandschutts und um die Tiefenwirkung des Löschwassers zu erhöhen, wurde Netzmittel eingesetzt.
Datum/Uhrzeit: 13.08.2026 - 7:54
Einsatzstichwort: Brandnachschau
Einsatzort: Arborn
Alarmierte Kräfte der Feuerwehr Greifenstein: Führungsdienst
Kurzbericht:
Auch zwei Tage nach dem Brand kam es erneut zu einer Rauchentwicklung aus dem Brandobjekt.
Über eine Steckleiter wurde der Bereich überprüft und Löschmaßnahmen am Brandschutt vorgenommen.
Datum/Uhrzeit: 14.08.26 - 01:00 Uhr sowie 14.08.26 - 07:00 Uhr
Einsatzstichwort: Unterstützung HytransFireSystem - Heuballenbrand Hüttenberg
Einsatzort: Hüttenberg-Reiskirchen
Eingesetzte Ortsteilwehren der überörtlichen Fachgruppe: Allendorf-Ulm, Holzhausen, Nenderoth
Kurzbericht:
Im Zuge des Einsatzes bei einem Heuballenbrand in Hüttenberg haben insgesamt 4 Kameraden unserer überörtlichen Fachgruppe die Feuerwehr Ehringshausen unterstützt um das Hytrans-Löschwasser-System für eine stabile Wasserversorgung an der Einsatzstelle zu betreiben. Nach Inbetriebnahme des Systems durch die Kameraden aus Ehringshausen wurden im Schichtsystem der Betrieb über die gesamte Nacht und dem folgenden Tag inklusive Abbau sichergestellt.
Dieser Einsatz sowie auch die Rückmeldungen vor Ort verdeutlichen die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren auch über die Orts- und Gemeindegrenzen hinaus.
Hintergrundinformationen:
Das „Hytrans Fire System“ (HFS) besteht aus dem Schlauchlager mit 2000 m F-Schlauchmaterial und dem Pumpenmodul „Hydrosub 150“ und wird durch die Feuerwehr Ehringshausen im Auftrag des Katastrophenschutzes des Landes Hessen mit personeller Unterstützung der überörtlichen Fachgruppe der Feuerwehr Greifenstein betrieben.
Das HFS ist auf einem Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter verladen und ist mit seinem Schlauchmaterial und den leistungsstarken Pumpen in der Lage, ausreichend Wasser mit dem erforderlichen Druck auch mehrere tausende Meter an die Einsatzstelle zu befördern.
Mit den „F-Schläuchen“, deren Durchmesser 150 mm beträgt, kann ohne Zusatzpumpen Wasser mit entsprechend erforderlichem Ausgangsdruck gefördert werden. Der Vorteil hierbei ist der geringe Druckverlust durch Reibung, welcher bei beispielsweise einem B-Schlauch (Durchmesser 75mm) ein Vielfaches beträgt.
Ausgelegt werden die Schläuche aus dem Fahrzeug heraus, welche bereits im ungefüllten Zustand ca. 100 kg (50 Meter) und gefüllt ca. 1000 kg wiegen. Hierfür ist ein Fahrtempo von ca. 25-40 km/h notwendig, damit das Schlauchmaterial gerade liegt. Aus diesem Grund fährt dem Fahrzeug ein anderes voraus, um die Verlegestrecke „frei“ zu machen.
Datum/Uhrzeit: 15.08.2026 - 13:11
Einsatzstichwort: Wald -unklare Rauchentwicklung
Einsatzort: Allendorf
Alarmierte Ortsteilwehren: Allendorf-Ulm, Beilstein, Holzhausen
Weitere Einsatzmittel: Feuerwehr Leun, Feuerwehr Solms (Drohne)
Kurzbericht:
Zu einer unklaren Rauchentwicklung und einem deutlich wahrnehmbaren Brandgeruch wurde die Einsatzkräfte am Samstagmittag alarmiert. Die Einsatzstelle war durch den Anrufer nicht genau lokalisierbar und wurde mit dem Bereich „Allendorf → Blickrichtung Biskirchen“ angegeben.
Die Wahrnehmungen des Anrufers konnten im Bereich Allendorf bestätigt werden, ohne die Ursache bzw. die Quelle genauer lokalisieren zu können. Daraufhin wurde umfangreich Erkundungsfahrten unternommen.
Parallel dazu stand die Einsatzleitung mit der Leitstelle im Austausch. Es zeigte sich, dass vermehrt Anrufer aus dem Lahntal bis nach Wetzlar den Rauch und den Brandgeruch meldeten.
Zur weiteren Abklärung wurden die Feuerwehr Leun und Biskirchen hinzu alarmiert, um die Erkundungen auszuweiten.
Auch eine Drohne der Feuerwehr Solms kam zum Einsatz.
Eine Bevölkerungswarnung vor Rauch und Geruchsbelästigung wurde durch die Leitstelle veranlasst.
Alle Maßnahmen konnten keinen Brandherd und somit die Ursache für Rauch und Geruch ausmachen.
Unter Berücksichtigung tagesaktueller Satellitenbilder, auf denen eine deutliche Rauchfahne aus Richtung Eifel sichtbar war, und der Umfangreichen Erkundung wurde der Einsatz nach rund 90 Minuten ohne weitere Tätigkeit beendet.