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Amts- und Mitteilungsblatt für das Hadamarer Land
Ausgabe 23/2026
Vereine und Verbände
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Musikverein Hadamar Stadt und Land

Das Kirchenkonzert des Musikvereins Hadamar Stadt und Land e. V. in der nahezu voll besetzten Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk war ein großes musikalisches Erlebnis.

Den Beginn übernahmen die Kinder und Jugendlichen des Musikvereins. Dabei beeindruckte schon die schiere Größe der Jugendabteilung. Die Dirigentin Carina Philipps hatte die Literatur des Ausbildungs- und des Jugendorchesters auf den Kirchenraum abgestimmt. Das Ausbildungsorchester startete mit dem Titel Ebullient Energy und zeigte schon beim ersten Titel, welche Energie ein Blasorchester im Kirchenraum entwickeln kann. Hier erklangen leise nachdenkliche Passagen, virtuose Klänge und ein strahlendes Forte in ganz eigenem Glanz. Bevor das Jugendorchester die Bühne betrat, präsentierte das Ausbildungsorchester den Titel Cloud 9 und ließ das Publikum auf Wolken schweben.

Das Jugendorchester startete mit dem Werk Leonardo des Komponisten Otto M. Schwarz. In diesem Werk werden das Leben und Wirken des Künstlers Leonardo da Vinci nachgezeichnet. Poppig ging es weiter mit einem schwungvollen Medley aus dem Film „The Greatest Showman“.

Ohne Zugabe kam das Jugendorchester nicht davon und präsentierte den Karat-Hit „Über sieben Brücken“. Dabei zeigten die Solisten Sven Hofmann, Rolf Niedenthal und Marlon Lütkefedder, was in ihnen steckt.

Das große Blasorchester unter der Leitung von Philipp Hebgen begann seinen Vortrag stilecht mit einer Ouvertüre. „Ross Roy“ des Komponisten Jacob de Haan ließ bereits erkennen, welche Qualität im letzten Konzertabschnitt auf das Publikum wartete. Dem schloss sich das Werk „Dusk“ an, welches die reflektierende Ruhe der Abenddämmerung einfängt - ein tolles Klangerlebnis.

Den Abschluss des Konzertes bildete das Hauptwerk des Abends: Carmina Burana in einer Suite für Blasorchester. In dem Arrangement von John Krance sind 13 der ursprünglich 25 Sätze des Originalwerkes enthalten. Dabei ist die Bearbeitung vollkommen instrumental angelegt. Sämtliche Chor- und Singstimmen wurden vom Orchester wiedergegeben.

Gefesselt lauschte das Publikum der Bearbeitung der „Carmina“ bis zum Schlusston, ehe sich stürmischer, stehender Applaus einstellte.

Ein ganz besonderer Abend in der Pfarrkirche, welcher dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben wird.