Mit einem festlichen Gottesdienst ist Robin Jonas am 20. Juni in Frickhofen ordiniert worden. Trotz hochsommerlicher Temperaturen war das Evangelische Gemeindezentrum bis auf den letzten Platz besetzt. Zahlreiche Gemeindemitglieder, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Gäste aus Kirche und Gesellschaft feierten die Ordination mit und wünschten dem neuen Pfarrer Gottes Segen für seinen Dienst.
In seiner Predigt über das Gleichnis vom verlorenen Schaf betonte Jonas, dass Gott sich selbst auf den Weg mache, um Menschen zu suchen und ihnen nachzugehen. Niemand sei Gott gleichgültig. Damit wurde deutlich, was ihn in seinem Dienst besonders bewegt: Menschen wahrnehmen, ihnen zuhören und sie in ihren Fragen, Sorgen und Hoffnungen begleiten.
Bereits im Vorfeld seiner Ordination hatte Jonas hervorgehoben, wie wichtig ihm das Zuhören sei. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen brauche es Orte, an denen Menschen wirklich gehört werden. Dies versteht er als einen wesentlichen Auftrag von Kirche und Seelsorge.
Für Robin Jonas markiert die Ordination einen bedeutenden Meilenstein nach Studium und Vikariat. Sein Weg in den Pfarrdienst verlief dabei nicht geradlinig: Nach zunächst drei Semestern Lehramtsstudium entschied er sich für die Theologie. Mit der Ordination verbinde er vor allem Freude, Dankbarkeit und Demut.
Die Ordination leitete Pröpstin Sabine Bertram-Schäfer. In ihrer Ansprache würdigte sie die vielfältigen Aufgaben des Pfarrberufs zwischen Verkündigung, Seelsorge, Leitung und Begleitung. Gerade in Zeiten des kirchlichen Wandels brauche es Menschen, die ihren Dienst mit Vertrauen und Zuversicht wahrnehmen.
Für die musikalische Gestaltung sorgte der Jugendchor Hadamar unter der Leitung von Dekanatskantor Martin Buschmann. Mit Liedern wie „Believer“, „Look at the World“ und „The Dream Keeper“ verlieh der Chor dem Gottesdienst einen festlichen und modernen Charakter.
Beim anschließenden Empfang nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, Robin Jonas persönlich zu gratulieren. Die große Resonanz machte deutlich: Er beginnt seinen Dienst getragen von vielen guten Wünschen, großer Wertschätzung und einer lebendigen Gemeinschaft.