Ein fester Bestandteil und ein grundlegendes Erfolgsmodell seit der offiziellen Einweihung Anfang 2014 ist die interkommunale Betreuungseinrichtung KiTa „Villa Musica“ in Hadamar.
Die Lahn-Kinderkrippen als gemeinnütziger Kinderkrippen- und Kindertagesstätten e.V. betreibt als Träger in dem Gebäude der Villa Musica Hadamar eine Tageseinrichtung für Kinder bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres. Diese interkommunale KiTa stellt Betreuungsplätze für die beteiligten drei Kommunen Dornburg, Elz und Hadamar von Beginn an bereit, die Teil der jeweiligen kommunalen Bedarfsplanung nach den gesetzlichen Bestimmungen des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches (HKJGB) sind.
Aufgrund der notwendigen Veränderung im Platzkontingent der beteiligten Kommunen ist der Betreibervertrag zum Jahresanfang aktualisiert und bei einem gemeinsamen Treffen im Rathaus der Gemeinde Dornburg im Dezember des vergangenen Jahres durch die drei Bürgermeister Michael Ruoff (Hadamar), Andreas Höfner (Dornburg) und Matthias Schmidt (Elz) besiegelt worden. Auch Geschäftsführerin der Lahn-Kinderkrippen, Annemarie Lobenhofer, Stadträtin und Kinder- und Jugenddezernentin der Stadt Hadamar, Silke Arnold sowie die 1. Beigeordneten der Gemeinde Dornburg, Bernhard Pott, und der Gemeinde Elz, Henry Klinger, stimmten der Aktualisierung des Vertrages mit ihrer Unterschrift zu.
„Der Vorteil der interkommunal konzipierten Betreuung ist die bedarfsgerechte Anpassung an die aktuell benötigten U-3 Betreuungsplätze der jeweiligen Kommune“, schilderte Bürgermeister Michael Ruoff. Während zum Start des Betreibervertrages in 2015 die Stadt Hadamar 30 U-3 Plätze belegen konnte, waren die beiden Nachbarkommunen mit jeweils 10 verfügbaren Betreuungsplätzen bedacht. Im Jahre 2018 konnte die Gemeinde Elz die erforderlichen U-3 Betreuungsplätze innerorts größtenteils garantieren, sodass nur noch ein sehr geringer Anteil an U-3 Betreuungsplätzen in der interkommunalen Kinderkrippe benötigt wurde, weshalb in 2018 die erste Anpassung des Betreibervertrages erfolgte. Die 10 Elzer Kontingentplätze sind daher hälftig der Stadt Hadamar und der Gemeinde Dornburg aufgrund gestiegener Nachfrage an U-3 Betreuungsplätzen zugewiesen worden. Weiterhin hatte die Gemeinde Elz die Option bei Bedarf bis zu drei Plätze mit U-3 Kindern aus Elz belegen zu dürfen.
Da die Gemeinde Dornburg zum Anfang des Jahres 2026 den Bedarf an zusätzlichen U-3 Betreuungsplätze gemeldet hatte und auch die Gemeinde Elz nun ein Betreuungskontingent von bis zu fünf U-3 Plätzen benötigt, kam es nun zu der erneuten Anpassung des Betreibervertrages. Die neue Betriebserlaubnis macht eine Betreuung von bis zu 60 U-3 Kindern möglich, die sich die Stadt Hadamar mit 35 Plätzen und die Gemeinde Dornburg mit 25 Plätzen teilen. Der Gemeinde Elz werden weiterhin 5 Plätze zugestanden.
Auch die Kosten werden unter den Gemeinden prozentual und den Betreuungskontingenten entsprechend aufgeteilt. „Durch die Zusammenarbeit auf interkommunaler Ebene entsteht ein Synergieeffekt, der zu Kosteneinsparungen, Effizienzsteigerung und erhöhter Qualität führt, indem Doppelstrukturen vermieden, Ressourcen gebündelt und gemeinsame Kompetenzen genutzt werden, was letztlich die Leistungsfähigkeit unserer Verwaltungen steigert und die regionale Entwicklung stärkt“, da sind sich Betreiber und die drei Kommunen einig.
Besiegeln die Anpassung im Betreibervertrag (v.l.): Bernhard Pott, Bürgermeister Michael Ruoff, Silke Arnold, Annemarie Lobenhofer, Bürgermeister Andreas Höfner, Bürgermeister Matthias Schmidt und Henry Klinger