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Bouser Echo
Ausgabe 13/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Schädlingsbekämpfung

Beim Ordnungsamt gehen vermehrt Meldungen über Schädlingsbefall auf privaten Grundstücken ein, insbesondere in der Griesborner Straße, Fultrischstraße, Dechant-Wagner-Straße, Ölwerkstraße und Saarbrücker Straße.

Grundsätzlich gilt: Vorbeugen statt Gifteinsatz. Ein Nagetier wird erst zum "Schädling", wenn es bei seiner Suche nach Futter in der Nähe von Menschen fündig wird und sich an der neuen Nahrungsquelle ansiedelt. Einfache und wirkungsvolle Vorsorge besteht darin:

  • Möglichst alle potenziellen Nahrungsquellen unzugänglich zu machen: Lebensmittel, Tierfutter, Biomüll, Kompost, Vogelfutter nicht offen auslegen. Selbst Vogelhäuser sollten mittels Manschetten vor dem Eindringen von Ratten geschützt werden. Regelmäßige Kontrolle von Hühner- und Kaninchenställen, aber auch der Hundehütten.
  • Überfüllte, nicht geschlossene Mülltonnen vermeiden. Mülltonnen und gelbe Säcke sind an einem für Ratten unzugänglichen Ort aufzubewahren und sollten erst am Abend vor der Abfuhr an den Straßenrand gestellt werden.
  • Spalten oder Löcher, die als Zugänge zu Innenbereichen von Gebäuden dienen können, möglichst verschließen.
  • Vegetation möglichst kurzhalten, damit den Schädlingen kein Versteck und Unterschlupf geboten wird.
  • Auch das Angebot von Unterschlupfmöglichkeiten, die sich zum Beispiel in offen gelagertem Unrat oder größeren Brennholzansammlungen ergeben können, sollten minimiert werden.

Ratten sind extrem anpassungsfähige Tiere, die nahezu alle Lebensräume besiedeln können, wenn sie dort Nahrung vorfinden. Da Ratten Allesfresser sind, sind sie bei ihrer Futterwahl nicht sonderlich wählerisch. Sie werden daher auch von Müll angezogen. Durch sorgsamen Umgang mit Abfällen kann man einer Rattenplage aber schon im Voraus vorbeugen.

Deshalb gilt beim Einsatz von Kompostern Folgendes zu beachten:

Keine gekochten Essensreste sowie Fleischabfälle in den Komposter entsorgen.

Folgende Abfälle können Sie jedoch bedenkenlos kompostieren: Abfälle von rohem Obst und Gemüse (keine Zitrusfrüchte), Tee- und Kaffeesatz, Eierschalen, gemähtes Gras, welke Blumen, Laub

In kalten Monaten kann es sein, dass Ratten viel mehr von der Wärme des Komposthaufens angezogen werden als von irgendeiner Nahrung. Besonders in Thermokompostern, die darauf ausgelegt sind, die Verrottung selbst bei niedrigen Temperaturen aufrechtzuerhalten, kann dies vorkommen.

Daher sind geschlossene Komposter eine gute Alternative

Um die Ansiedlung beziehungsweise Verbreitung von Ratten in der Kanalisation zu vermeiden, sollten keine Lebensmittelreste durch die Toilette entsorgt werden.

Sollte dennoch Rattengift in privaten Haushalten zum Einsatz kommen, gilt es einige Grundregeln zu beachten: Rattengift sollte niemals offen ausgelegt werden, um die Vergiftung von anderen Tieren (Hunde, Katzen etc.) zu vermeiden. Daher sollte Rattengift immer in sogenannte Köderboxen an den Laufwegen der Ratten und in der Nähe von Fraß- oder Kotspuren ausgelegt werden. Das ausgelegte Rattengift sollte etwa ein- bis zweimal in der Woche kontrolliert werden. Wurde alles gefressen, sollte dringend nachgelegt werden, bis kein Befall mehr da ist.