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Bouser Echo
Ausgabe 7/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Nutrias breiten sich weiter im Saarland aus

Wer regelmäßig Spaziergänge am Saarufer unternimmt, hat sie vielleicht schon erspäht: Nutrias. Die Tiere, die auch leicht mit Bibern oder Bisams zu verwechseln sind, fühlen sich nämlich besonders in der Nähe von Fließgewässern im Saarland wohl. Dort leben sie in Nestern aus Schilf, Laub und Ästen oder buddeln sich kleine Höhlen. Beobachtungen des Umweltministerium und von Naturschützern zeigen jedoch, dass die Population der Tiere weiter zunimmt und sie das saarländische Ökosystem schädigen können.

Die Tiere dürfen nicht gefüttert werden!

Nutrias sollten nicht gefüttert werden.

  • Schäden an der Infrastruktur: Nutrias graben Höhlen in Uferböschungen, was zu deren Unterhöhlung und Abbruch führt, wodurch der Hochwasserschutz beeinträchtigt wird.
  • Ausbreitung invasiver Arten: Als nicht-heimische Art (invasive Art) haben Nutrias kaum natürliche Feinde und verdrängen einheimische Arten. Fütterung fördert ihre unkontrollierte Vermehrung.
  • Gefährdung des Gewässers: Liegengebliebenes Futter (oft Brot) verschmutzt das Wasser, fördert Algenbildung und verbraucht Sauerstoff, was zum "Umkippen" des Gewässers führen kann.
  • Verlust der Scheu: Durch Fütterung verlieren die Tiere die natürliche Scheu vor Menschen, was zu gefährlichen Situationen führen kann, da sie trotz ihres niedlichen Aussehens wehrhafte Wildtiere mit scharfen Zähnen sind.
  • Lockvogel für Schädlinge: Das Futter zieht oft unerwünschte Tiere wie Ratten und Waschbären an.

Nutrias finden in der Natur ausreichend Nahrung, weshalb eine Zufütterung nicht notwendig ist.

Der Bürgermeister

-Louis-