Zur Verkehrssituation an der neu gestalteten Bushaltestelle Rotenseer Weg in Unterhaun, im Bereich der Grundschule und der Kindertagesstätte, gab es in den vergangenen Wochen viele öffentliche Diskussionen über die Sicherheit der Kinder in diesem Bereich. Unter anderem wurde von Eltern sogar eine Petition ins Leben gerufen.
Die Gemeinde Hauneck nahm sich den Sorgen der Eltern an und vereinbarte mit dem regionalen Verkehrsdienst und den Fachbehörden einen gemeinsamen Ortstermin, zur nochmaligen Prüfung einer möglichen Anordnung eines Fußgängerüberweges (Zebrasteifen) im Bereich der neu angelegten Querungshilfe.
Im Zuge der vorangegangenen Planung war diese Möglichkeit bereits beantragt, aber leider von Hessen Mobil geprüft und als nicht umsetzbar abgelehnt worden.
Zur besseren Einschätzung der Verkehrssituation wurde sich darauf verständigt, vorerst eine mehrtägige Verkehrszählung an zwei Standorten im genannten Bereich durchzuführen. Nach Auswertung der Ergebnisse stellten die beteiligten Behörden jedoch fest, dass die tägliche Verkehrsbelastung zu den Schulzeiten nicht sehr hoch und somit eine sichere Querung der Fahrbahn für Fußgänger auch ohne Zebrastreifen möglich sei.
Außerdem sei die vorgesehene Stelle, nach der vorgelegten Stellungnahme von Hessen Mobil, für die Errichtung eines Fußgängerüberweges unmittelbar hinter der Haltestelle als kritisch anzusehen, da sie spezifische Sichtbehinderungen und eine riskante Verkehrssituation schaffe.
Gemäß den geltenden Richtlinien sei bei Randhaltestellen die Anordnung von Fußgängerüberwegen hinter der Haltestelle nur dann zulässig, wenn das Vorbeifahren an dem haltenden Bus zuverlässig verhindert werden kann. Diese Möglichkeit besteht an der geplanten Stelle aufgrund der örtlichen Gegebenheiten leider nicht und ist daher aus verkehrlicher Sicht nicht vereinbar und kann somit auch nicht befürwortet werden.
Der regionale Verkehrsdienst der Polizeidirektion Bad Hersfeld (RVD) schloss sich dieser Bewertung nach Einsichtnahme in die Unterlagen an, unterbreitete jedoch den Vorschlag, die Parksituation auf der gegenüberliegenden Seite durch das Anlegen eines Gehweges mit Hochbordsteinen so zu verbessern, dass die Sichtweiten in beide Fahrtrichtungen in ausreichender Form gewährleistet ist. Mit diesen Verbesserungsvorschlägen geht auch Hessen-Mobil konform.
Der Gemeindevorstand äußerte gegen die Stellungnahmen von Hessen-Mobil und der Polizei zunächst Bedenken und ließ daraufhin bei dem Sachbearbeiter des Landkreises prüfen, ob von hier noch eine Möglichkeit oder Argumente gesehen werden, die die Anordnung des Fußgängerüberweges ggf. doch noch ermöglichen könnten. Der Sachverhalt wurde jedoch auch von dort so bewertet, wie von den beiden anderen Fachbehörden.
Aufgrund dessen ist es der Straßenverkehrsbehörde der Gemeinde Hauneck nicht möglich, entgegen all dieser Stellungnahmen, einen Fußgängerüberweg anzuordnen.
Daraufhin wurde letztendlich vom Gemeindevorstand beschlossen, dass die vorgeschlagenen Hochbordsteine durch die Anlage eines Gehweges, von der Querungshilfe bis zum Treppenaufgang zum Friedhof, hergestellt werden sollen. Hierdurch bedingt, fallen nun zwar einige Parkplätze weg, wir hoffen aber, dass dadurch eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit herbeigeführt werden kann. Die Arbeiten wurden bereits abgeschlossen und die Übersichtlichkeit erhöht.