Hauneck, Heute, wie an jedem anderen Tag, sterben in Deutschland 51 Frauen an Brustkrebs. 70.500 Frauen und 740 Männer erhalten jährlich die schockierende Diagnose. So zeigen es die Zahlen des Zentrums für Krebsregisterdaten. Die Gruppe Hauneck der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH), Deutschlands größter und ältester Krebs-Selbsthilfeorganisation, wird am 01.10.2024 um 18.00 Uhr, in der Peterskirche (Petersberg), Am Klosterbrunnen 8, Bad Hersfeld, mit einer Kerzenzeremonie der vielen Einzelschicksale gedenken, die sich hinter diesen statistischen Zahlen verbergen.
Mit der Lucia-Aktion, die nach der römischen Heiligen des Lichts benannt ist und in vielen deutschen Städten stattfindet, möchten die FSH-Mitglieder unter anderem auf die Bedeutung der Krebs-Selbsthilfe hinweisen. „Die Diagnose Brustkrebs verändert das bisherige Leben auf einen Schlag und die Angst, die Krankheit nicht zu überleben, überschattet häufig für viele Jahre den Alltag“, erläutert Doris Barthel, die die FSH-Gruppe in Hauneck leitet. „Die Kerzen werfen symbolisch ein Licht auf den schwierigen Weg, den an Brustkrebs erkrankte Frauen gehen müssen.“
Durch Fortschritte in der Therapie haben sich die Überlebenschancen für Frauen mit Brustkrebs in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Doch die emotionale Belastung nach der Diagnose bleibt trotzdem enorm. „In dieser Situation fangen wir die Frauen auf und helfen ihnen dabei, einen guten Umgang mit der Erkrankung zu finden“, so Doris Barthel. In der Gruppe Hauneck erhalten die Frauen neben der Möglichkeit zum Gespräch auch Tipps, wo sie qualitätsgesicherte Informationen finden, welche Fragen sie den behandelnden Ärzten stellen sollten und welche Leistungen sie von der Krankenversicherung erwarten können. Außerdem werden Experten aus verschiedenen Bereichen zu Vorträgen eingeladen.
„In unserer Gruppen können Frauen nach der Brustkrebsdiagnose Gesprächspartnerinnen finden, die aus eigenem Erleben den bodenlosen Fall, die Hilflosigkeit und die jetzt vorherrschenden Ängste kennen“, sagt Doris Barthel. „Wir zeigen dann, dass der Weg nicht allein gegangen werden muss und – ganz besonders wichtig -, dass man auch mit einer Krebserkrankung Lebenslust und Lebensfreude empfinden kann!“
Betroffene Frauen sind herzlichst eingeladen, zu einem der nächsten Treffen zu kommen. Die Gruppe Hauneck trifft sich immer einmal monatlich, jeweils am 2. Donnerstag um 16.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Rotensee, Zur Burg 20a. Die Treffen können völlig unverbindlich besucht werden und sind kostenfrei. Ansprechpartnerinnen sind:.
Claudia Bublitz-Schneider
Tel.: 06621 – 3311
oder Heike Höcker
Tel.: 06621 – 640 19 20
Über die FSH – Frauenselbsthilfe Krebs
Die Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) ist Deutschlands größte Krebs-Selbsthilfeorganisation, die sich insbesondere für Frauen mit Brustkrebs und gynäkologischen Krebserkrankungen engagiert. Sie verfügt bundesweit über ein dichtes Netz an regionalen Gruppen, über ein moderiertes Forum im Internet, eine Telefonberatung und über bedürfnisorientierte Angebote z. B. für Frauen mit Metastasen und Männer mit Brustkrebs. Die FSH wird umfassend von der Stiftung Deutsche Krebshilfe gefördert, unter deren Schirmherrschaft sie steht. Die Organisation arbeitet unabhängig von Interessen und finanziellen Mitteln der Pharma-Industrie und anderer Wirtschaftsunternehmen des Gesundheitswesens.