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Mitteilungsblatt Heringen
Ausgabe 13/2026
Vereine und Verbände
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Heimat- und Verkehrsverein Kleinensee - Burgruine Brandenfels

Burgruine Brandenfels

Die Burgruine Brandenburg ist vielen bekannt, aber es gibt in der Nähe die Ruine Brandenfels, eine ehemalige Höhenburg nahe der Ortschaft Markershausen, einem Gemeindeteil von Herleshausen im Werra-Meißner-Kreis in Nordhessen.

Auf dem südöstlichen Gipfel des steilen Schlossbergs liegt die Burgruine Brandenfels auf 452 m ü. NHN.

Ziemlich romantisch und versteckt liegt die Ruine auf einer dicht bewaldeten Bergkuppe. Einst hatte man hier den Wald gerodet, doch da die Burg seit dem 16. Jahrhundert nicht mehr bewohnt wurde, hat der Wald die Burg fast vollständig überwachsen.

Der Platz nahe alter Handelsstraßen war von den Erbauern, einem Zweig der Familie von Boyneburg, strategisch gut gewählt. 1248 errichtet, wurde die Burg schon 1260 von Markgraf Heinrich von Meißner im hessisch-thüringischen Erbfolgekrieg belagert - vergeblich. Überhaupt wurde die Veste nie erobert. Im 30-jährigen Krieg bewahrte ein Schutzbrief für die Treusche von Buttlar sie vor der Zerstörung. Trotzdem verfiel sie ab dem 16. Jahrhundert langsam, da die Bewohner bequemere Wohnsitze im Tal bezogen hatten. 1594 bauten sich die Treusche von Buttlar das Rittergut Markershausen und gaben Brandenfels als Wohnsitz auf.

Vom dreigeschossigen Palas der Burg blieben nordseitige Außenwände mit Fensteröffnungen und Kellergewölbe erhalten, ebenso Teile der Kapelle sowie die Stützpfeiler der Zugangsbrücke über einen tiefen Halsgraben. Erreichbar ist die zwischen den Herleshäuser Ortsteilen Markershausen und Holzhausen liegende Ruine nur zu Fuß.

Die Burganlage liegt am Werra-Burgen-Steig Hessen und hat die Form eines unregelmäßigen Vierecks. Nach Westen war die Burg durch einen etwa 10 m tiefen Halsgraben und nach Norden durch einen flacheren Graben geschützt. Die östliche und südliche Seite der Burg waren durch den steil abfallenden Berg geschützt.

Das Betreten der Ruine ist aufgrund von Einsturzgefahr verboten, aber man kann sie auch mit einigen Metern Sicherheitsabstand vom Weg aus bewundern.

Die Umgebung der Ruine und der Schlossberg sind für Wanderungen geeignet und ein Geheimtipp für Bärlauch-Fans!