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Mitteilungsblatt Heringen
Ausgabe 22/2026
Vereine und Verbände
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Die Landfrauen auf Reisen!

Die Landfrauen und ihre Gäste haben eine Reise nach Coburg unternommen.. Die Stadt liegt im Hügelland zwischen Thüringer Wald und dem oberen Maintal. Die beiden Gästeführer warteten auf dem Parkplatz auf die jeweilige Gruppe.

„Fräulein Therese“ führte durch die Stadt zum Marktplatz, wo damals noch die Kutschen hielten.und Autos eine Besonderheit waren.

„Martin Luther“ der im Jahre 1530 für 6 Monate in Coburg und auf der Veste weilte, führte mit Anekdoten durch die Altstadt.

Die Stadt führt in ihrem Wappen als Schutzpatron den „Heiligen Mauritius“, einen dunkelhäutigen Märtyrer aus dem 3. Jahrhundert. Als Anführer der sogenannten Thebäischen Legion, weigerte er sich mit seinen Soldaten, Christen zu verfolgen oder heidnische Opfer zu bringen. Deshalb wurden er und viele seiner Gefährten auf Befehl des römischen Kaisers hingerichtet.

Die Geschichte Coburgs reicht bis ins Mittelalter zurück. Fräulein Therese erklärte das besonders p die Herrschaft der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha prägent war. Dieses Adelsgeschlecht war mit vielen europäischen Königshäusern verbunden. Der bekannteste Sohn ist Prinz Albert der 1840 Königin Viktoria von England heiratete und Vater von 7 Kindern wurde. Ihm wurde ein Denkmal auf dem Rathausplatz im Beisein von Queen Viktoria gewidmet, auch wird ihm mit einem großen Bild an einem Haus gedacht.

Die Altstadt von Coburg beeindruckt mit historischen Fachwerkhäusern, engen Gassen und dem Marktplatz mit dem Rathaus. Das heutige Stadthaus gehörte früher Luthers Freund Johann Casimir, bei dem er sehr oft war.

Ein weiteres wichtiges Bauwerk ist das Schloss Ehrenburg, das früher als Residenz der Herzöge diente. Die Parks und Denkmäler aus dieser Zeit prägen noch heute das Stadtbild.

Auch die Morizkirche, eine gotische Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit unterschiedlichen Türmen, zieht viele Besucher an. In der Kirche befindet sich das Grabmal von Herzog Johann Friedrich, welches sein Sohn Johann Casimir hat errichten lassen. Auch die Luther - Kanzel ist zu sehen. Unser Gästeführer erzählte während des Besuchs der Morizkirche viel über Luthers Zitate.

ZB.: „ Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund auch wenn ihnen dabei die Haare zu Berge stehen“.

Die Schreibweise „Moriz“ ohne t ist eine ältere bzw. regionale Variante des Namens „Moritz“.der ursprünglich auf den lateinischen Namen Mauritius zurück geht.

Nach soviel geschichtlichen Informationen hat das Mittagessen im Ältesten Gasthaus von Coburg „Das Goldene Kreuz“ hervorragend geschmeckt. Den Nachmittag konnte Jeder frei gestalten, bis wir uns am Bus trafen und von „Wilfried“ sicher nach Hause gebracht wurden.