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Mitteilungsblatt Heringen
Ausgabe 25/2026
Vereine und Verbände
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Wiederaufstieg vom "Volkschor Frohsinn" Heringen

Dritter Teil von der Geschichte vom Volkschor Frohsinn

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges brach für die Sänger in Heringen eine Ära der Hoffnung an. Die gewaltsame, zwölfjährige Unterbrechung durch das NS-Regime hatte den Kern des Vereins nicht brechen können:

Bereits am 29.01.1946 trat der alte Sängerstamm geschlossen zusammen, um den MGV Frohsinn offiziell wiederzugründen. Es war ein Akt des Mutes in einer Zeit, die von Entbehrungen und materieller Not geprägt war. Ohne staatliche Förderung, dafür mit einer unerschöpflichen Portion Idealismus und privater Opferbereitschaft, legten die Mitglieder das Fundament für die Zukunft.

Vom Männerchor zum gemischten Chor

Der Aufschwung war so gewaltig, dass der Verein binnen kürzester Zeit seine einstige Stärke aus den Jahren vor 1933 zurückgewann. Dem bestehenden Männerchor wurde ein gemischter Chor angegliedert.

Mit einer beeindruckenden Stärke von insgesamt 140 Sängerinnen und Sängern firmierte die Gemeinschaft fortan unter dem Namen „Volkschor Frohsinn“.

Dieses neue Kapitel wurde durch musikalische Glanzlichter wie das Frühlingskonzert im April 1951 untermauert, das weit über die Ortsgrenzen hinaus Beachtung fand.

Ein Banner der Freiheit: Die Fahnenweihe 1952

Ein emotionaler Höhepunkt der Nachkriegsgeschichte war zweifellos der 18.05.1951.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde auf der Werra Kampfbahn die neue Vereinsfahne geweiht. Pfarrer Otto Wassermann segnete das Banner, das den traditionellen Sängerspruch trug:

SIND WIR VON DER ARBEIT MÜDE, IST NOCH KRAFT ZU EINEM LIEDE:

Ein Moment, der für viele die endgültige Überwindung der „ Düsteren Epoche“ symbolisierte. Dass diese Fahne überhaupt finanziert werden konnte, war allein den großzügigen Privatspenden der Mitglieder zu verdanken, die für „ ihren“ Verein oft das Letzte gaben.

Bericht Chorleiterin:

Petra Heckmann
Tel.: 06624 7117