Hitzewelle vorhergesagt. Sonnige Witterung fördert zwar die Photosynthese, anhaltende Hitze über 30 °C wirkt sich jedoch häufig negativ auf die Kornentwicklung aus. Gleichzeitig steigt die Verdunstung, was insbesondere bei Trockenheit zu Wasserstress führt. Die Folge können geringere Korngewichte sowie Ertrags- und Qualitätseinbußen sein. Insgesamt führt eine Kombination aus Hitze und starker Sonneneinstrahlung zu einer beschleunigten, aber oft weniger ertragreichen Abreife von Weizen und Gerste, da Umlagerungsprozesse gestört und die Kornfüllphase verkürzt wird. Vor allem auf leichten Standorten kann Trockenstress die Abreife zusätzlich beschleunigen. Auf solchen Standorten hat auch der Mais als C4-Pflanze mit Trockenstress zu kämpfen.
(C4-Pflanzen sind an Trockenheit und Hitze angepasst und haben einen effizienteren Weg, unter solchen Bedingungen Photosynthese zu betreiben.)
Jetzt Läger reinigen: Um Schäden durch Vorratsschädlinge vorzubeugen, vor Einlagerung der neuen Ernte besonders Ritzen, Ecken u. Fugen der Läger u. Fördertechnik mit Besen u. Industriestaubsauger gründlich reinigen. Schon ein geringer Ausgangsbefall kann zum kompletten Befall der neuen Ernte führen! Vorhandenes Altgetreide nicht mit der neuen Ernte vermischen, sondern auslagern bzw. so lagern, dass es als erstes verfüttert werden kann! Eine zusätzliche chemische Behandlung der leeren Speicherräume (z. B. K-Obiol EC 25) schafft weitere Sicherheit vor Schädlingen. Anwendungshinweise beachten! Auch der Einsatz von Nützlingen (z. B. Schlupfwespen) ist möglich – allerdings nicht in Kombination mit chemischen Mitteln.