Pastor M. Steffen: 06620 9188072 & 0160 7944631
Veranstaltungen in Heimboldshausen, Eisenacher Str. 50
Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der Herr, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben.
Ein junger Mann sitzt in einem christlichen Gästehaus am Mittagstisch. Als man ihm eine Bratwurst anbietet, beginnt er, sie durchzuschneiden. Er will bescheiden sein, denn er hält es nicht für fromm, eine ganze Bratwurst zu essen. Der Hausvater kennt die innere Zerrissenheit des jungen Mannes und weiß, dass er sich kaum etwas gönnt. Darum sieht er ihn liebevoll an und sagt nur: O, diese Halbierer.
Gott schenkt uns das Leben und gerade deshalb gönnt er es uns, dass wir die guten Gaben darin genießen.
Gott ist freigebig und schenkt gern. Er versorgt uns mit allem, was wir zum Leben brauchen.
Auch Jesus hat uns den Vater im Himmel so vorgestellt, als einen großzügigen und wohlwollenden Herrn. Im Vaterunser ermutigt er uns, ohne Scheu auch für den alltäglichen Lebensunterhalt zu beten: Lieber Vater, unser tägliches Brot gib uns heute.
Gott gönnt uns Hab und Gut, den Erfolg unserer Arbeit und den Ertrag, den wir daraus bekommen. Er freut sich mit uns, wenn wir das mit unseren Familien und Freunden fröhlich genießen. Letztlich kommt ja alles Gute von ihm. Er hat es uns geschenkt.
Wer das begriffen hat, für den wird es überhaupt keine Frage sein, dass er nun auch Gott seinen Dank und die Anbetung zurück schenkt. Dazu ruft uns unser Bibeltext dann auch auf. "Du sollst anbeten vor dem Herrn." Und für die Menschen des Alten Testaments ist es klar, dass dieser Dank nicht nur in Worten vor Gott ausgesprochen werden kann.
Als Christ in einem reichen Land Westeuropas geht für mich die Anbetung Gottes dann aber noch ein Stück weiter. Ich soll meine Verantwortung auch für die entdecken, die weniger oder nichts haben.
Wenn Gott mich beschenkt hat, dann kann ich lernen abzugeben und zu teilen. Denn das, was Gott mir gibt, reicht für viel mehr Menschen als ich oft denke. (R.Hermann)