In der „St. Walburgis“-Kirche sorgte der Männergesangverein „Eintracht“ Altenkirchen mit kraftvollen Stimmen und einem abwechslungsreichen Programm für einen unvergesslichen Abend.
Hohenahr-Altenkirchen/Wetzlar. Kurz vor Weihnachten zeigte sich schnell, warum der Männergesangverein (MGV) „Eintracht“ Altenkirchen die katholische Kirche „St. Walburgis“ in Niedergirmes für sein Adventskonzert gewählt hatte: Schon nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Oliver Axt war das trübe Wetter vor dem vierten Advent vergessen.
Die besondere Akustik des modernen Kirchenschiffs trug die kraftvollen Stimmen bis in die letzten Reihen. Bereits mit dem zweiten Werk, dem bis zu achtstimmigen und als Doppelchor vorgetragenen „Ave Maria“ von Franz Biebl, setzte der Chor ein erstes musikalisches Glanzlicht.
Für Abwechslung sorgte der junge Organist Simon Schepp. Der 25-Jährige studiert Musikwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen und erhielt für seine Zwischenspiele verdientermaßen begeisterten Applaus. Seine Beiträge gliederten die liebevoll zusammengestellten Programmteile, die sich am kirchlichen Weihnachtsfest orientierten.
Mit kurzen Erklärungen und Übersetzungen zu den insgesamt 16 Chorwerken führte Christoph Lantelme durch den Abend, an dem in fünf Sprachen gesungen wurde.
Mit gut platzierten Soli, vertrauten Weihnachtsliedern und vielstimmigen Chorwerken gestalteten die Sänger unter der Leitung von Torsten Schön einen durchdachten Spannungsbogen. Dieser dürfte auch jene begeistert haben, die sonst weniger für Weihnachts- oder Kirchenmusik schwärmen, und machte das Konzert zu einem besonderen Erlebnis für alle Besucher.
Im letzten Themenblock entfalteten sich die 44 Stimmen unter der hohen Decke und boten ein eindrucksvolles Finale. Mit Werken wie dem bis zu neunstimmigen „Nearer My God To Thee“ setzte der Chor ein Glanzlicht nach dem anderen. Den abschließenden Höhepunkt bildete „Cantique de Noel“, bei dem Simon Schepp an der Orgel begleitete und Günter Schmidt als Baritonsolist brillierte.