Juckreiz, Quaddeln, Husten: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners können Menschen empfindlich treffen. Worauf man achten sollte, wenn man Befall entdeckt - und was bei Hautkontakt gilt.
Die Raupen sehen harmlos aus, können für Mensch und Tier aber zum Gesundheitsrisiko werden: Mit dem Frühjahr beginnt auch wieder die Saison des Eichenprozessionsspinners. Zwischen April und Juli ziehen sie in sogenannten "Prozessionen" umher und bilden Nester an Stämmen und Ästen.
Problematisch an den Raupen sind ihre feinen Brennhaare. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein und können bei Kontakt Hautreizungen mit starkem Juckreiz und Quaddeln auslösen.
Die Raupen leben vor allem auf Eichen und bewegen sich oft in langen Reihen fort, was zu ihrem Namen geführt hat. Befallen sind häufig einzelne Bäume an Straßen, in Parks, an Waldrändern oder auf Spiel- und Sportplätzen.
| • | Abstand halten, und zwar 10 bis 15 Meter, und weder Tiere noch Nester berühren. Das gilt auch für alte Gespinste. |
| • | Auch im eigenen Garten: Nester keinesfalls selbst entfernen! Zuständig sind Fachfirmen oder die jeweiligen Kommunen. |
| • | Befallene Bereiche möglichst meiden, Kinder und Hunde fernhalten, gerade für Hunde kann das Nesselgift der Raupen gefährlich sein. |
| • | Nach möglichem Kontakt: duschen, Haare waschen und getragene Kleidung separat reinigen. |
| • | Wer anhaltende oder schwere Reaktions-Symptome hat, sollte eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. |
Bekannte, befallene Bäume auf kommunalen Flächen der Gemeinde Hohenahr sind markiert.
Die Nester werden in den nächsten Tagen von einer Fachfirma entfernt. Bis Ende Juni ist der Spuk vorbei und dann entwickeln sich aus den Raupen Falter, die dann umherfliegen.
Beobachtungen können Sie auch gerne an das Bauamt der Gemeinde Hohenahr melden. → k.ruecker@hohenahr.de