Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Hohenroda,
zum Beginn des neuen Jahres 2026 wünsche ich Ihnen - auch im Namen der Gemeindegremien und der Verwaltung - ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr. Möge es für Sie und Ihre Familien von Zuversicht, Stabilität und vielen schönen Momenten geprägt sein.
Das Jahr 2025 liegt hinter uns - ein Jahr, das unsere Gemeinde erneut vor große Aufgaben stellte, aber auch von wichtigen Entscheidungen und spürbaren Fortschritten geprägt war. In Zeiten weltweiter Krisen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und politischer Herausforderungen zeigt sich einmal mehr, wie wertvoll Verlässlichkeit, Zusammenhalt und verantwortungsvolles Handeln vor Ort sind. Gerade die Städte und Gemeinden stehen zunehmend im Spannungsfeld zwischen steigenden Anforderungen, begrenzten finanziellen Spielräumen und dem berechtigten Anspruch der Bürgerinnen und Bürger auf gute Lebensbedingungen.
Auch Hohenroda spürt diese Entwicklungen unmittelbar. Steigende Baukosten, hohe Zinsen, zunehmende Bürokratie und neue gesetzliche Vorgaben verlangen eine vorausschauende, umsichtige und ehrliche Kommunalpolitik. Deshalb ist es besonders wichtig, Entscheidungen mit Augenmaß zu treffen, Prioritäten klar zu setzen und stets das große Ganze im Blick zu behalten. Unser Anspruch bleibt dabei: Steuergelder verantwortungsvoll, nachhaltig und generationengerecht einzusetzen.
Inmitten dieser Entwicklungen wird deutlich, wie wichtig eine starke und verlässliche kommunale Ebene ist. Denn hier, vor Ort, entscheiden wir konkret darüber, wie politische Rahmenbedingungen den Alltag der Menschen beeinflussen. Ein Blick auf das Jahr 2025 zeigt: In Hohenroda konnten wir trotz anspruchsvoller Voraussetzungen wichtige Entscheidungen treffen und spürbare Fortschritte erzielen.
Ein besonderer Moment war die Bürgermeisterwahl 2025. Das erneute Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger erfüllt mich mit Dankbarkeit - und zugleich mit Verantwortung. Es ist für mich Ansporn und Verpflichtung, mich auch weiterhin mit ganzer Kraft für unsere Gemeinde einzusetzen und diesen Weg gemeinsam mit Ihnen fortzuführen.
Das letzte Jahre war zudem geprägt von der Umsetzung der bundesweiten Grundsteuerreform. Diese Reform stellte alle Kommunen vor erhebliche Herausforderungen und erforderte hohen organisatorischen und verwaltungstechnischen Aufwand. In Hohenroda ist es uns gelungen, die Reform aufkommensneutral umzusetzen. Während viele Städte und Gemeinden ihre Hebesätze erhöht haben, konnten wir bewusst darauf verzichten. Damit haben wir unser Versprechen eingehalten: Die Grundsteuerreform sollte nicht zu einer verdeckten Steuererhöhung werden - und unsere Bürgerinnen und Bürger nicht zusätzlich belasten.
Ein starkes Signal für die Zukunft unserer Gemeinde war die Gründung des Jugendparlaments Hohenroda. 17 engagierte Jugendliche bringen sich nun aktiv in das kommunalpolitische Geschehen ein und gestalten unter der Leitung von Jugendbürgermeisterin Lara Grünstern die Zukunft unserer Gemeinde mit. Dieses Engagement zeigt eindrucksvoll, dass Demokratie vom Mitmachen lebt - und dass junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, wenn man ihnen Raum und Vertrauen gibt.
Ein weiterer Meilenstein war die Eröffnung von „Tante Enso“ in Mansbach. Mit der Herstellung des Gebäudes durch die Gemeinde (Investitionsvolumen ca. 350.000 €) wurde die Nahversorgung nachhaltig gesichert und zugleich ein moderner Begegnungsort geschaffen. Gerade im ländlichen Raum ist eine verlässliche Nahversorgung ein entscheidender Standortfaktor - für ältere Menschen ebenso wie für Familien und Berufstätige.
Auch im Bereich der Infrastruktur konnten im Jahr 2025 bedeutende Fortschritte erzielt werden. Die Straßensanierung an der Hauptstraße Richtung Nippe in Ransbach (ca. 80.000 €), die Erneuerung der Bushaltestelle „Schloss“ in Mansbach sowie der erste Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Mansbach (Investitionsvolumen gesamte Maßnahme ca. 1,5 Mio. €) tragen schon spürbar zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, des Verkehrsflusses und der Aufenthaltsqualität in unseren Ortsteilen bei. Diese Maßnahmen sind nicht immer bequem, aber notwendig, um unsere Infrastruktur langfristig leistungsfähig zu halten.
Im Bereich Sport, Freizeit und Ehrenamt wurde die Großsporthalle Ransbach weiter modernisiert. Neue Fenster und sanierte Schiedsrichterkabinen verbessern die Nutzungsbedingungen für unsere Vereine und deren Besucherinnen und Besucher. Unsere Vereine sind das Herzstück des gesellschaftlichen Lebens in Hohenroda. Sie schaffen Gemeinschaft, fördern den Nachwuchs und leisten gerade in der Kinder- und Jugendarbeit einen unschätzbaren Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gemeinde.
Ein zentrales Thema bleibt der Brandschutz. Mit der Indienststellung des neuen TSF-W für die Feuerwehr Ausbach (Investitionsvolumen ca. 95.000 €) wurde die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger weiter erhöht. Das erworbene Diakoniegebäude wird künftig als Sozialtrakt umgebaut und wertet zugleich die gesamte Hofreite in Ausbach nachhaltig auf. Mit dem Bedarfs- und Entwicklungsplan für Brandschutz und Allgemeine Hilfe bis 2035 verfügen wir darüber hinaus über eine verlässliche Grundlage, um die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehren langfristig zu sichern.
Weitere wichtige Schritte im vergangenen Jahr waren die Bewerbung Hohenrodas um das Prädikat „Tourismusort“ sowie die Ernennung von Jürgen Schwab zum kommunalen Behindertenbeauftragten. Damit setzen wir klare Zeichen für Barrierefreiheit, Teilhabe und eine inklusive Entwicklung unserer Gemeinde.
Der Blick nach vorne zeigt, dass uns auch in den kommenden Jahren zahlreiche wichtige Projekte begleiten werden. Mit dem zweiten Bauabschnitt des Ahornwegs in Ransbach (ca. 200.000 €) sowie dem Baugebiet Eisfeld in Mansbach (ca. 290.000 €) schaffen wir neuen Wohnraum und stärken die Attraktivität unserer Ortsteile. Der Neubau der Fahrzeughalle der Feuerwehr Ausbach und der Umbau des Diakoniegebäudes zu einem modernen Sozialtrakt (gesamt ca. 1,2 Mio. €) verbessern nachhaltig die Rahmenbedingungen für unsere Einsatzkräfte. Mit der Anschaffung eines neuen LKWs für den Bauhof (ca. 250.000 €) sichern wir die Leistungsfähigkeit unserer kommunalen Infrastruktur. Der Erwerb der Kita Mansbach stellt die Kinderbetreuung langfristig auf ein verlässliches Fundament. Die damit verbundenen und notwendigen baulichen Maßnahmen dienen gezielt der Verbesserung der Betreuungsbedingungen und kommen unmittelbar den jüngsten Bürgerinnen und Bürgern Hohenrodas zugute (Investitionsvolumen ca. 450.000 €). Mit dem Pumptrack in Ransbach (ca. 120.000 €), der Neugestaltung des Dorfplatzes in Ausbach (ca. 30.000 €) sowie der Ausstattung des Dorfgemeinschaftshauses Mansbach (ca. 84.000 €) entstehen attraktive Orte der Begegnung für alle Generationen. Die Sanierung der Brücke in Ransbach (ca. 300.000 €) gewährleistet die Verkehrssicherheit, und mit der Beantragung zur Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm schaffen wir die Grundlage für weitere Investitionen in Ortsbild und Infrastruktur.
Darüber hinaus soll in 2026 ein Ratsinformationssystem eingeführt werden. Es wird unseren Kommunalpolitikern die Arbeit erleichtern und gleichzeitig als Instrument für Transparenz gegenüber der Bevölkerung dienen, sodass Entscheidungen, Sitzungen und Beschlüsse für alle Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar und gut zugänglich werden.
Trotz dieser umfangreichen Vorhaben bleibt die finanzielle Situation unserer Gemeinde stabil. Hohenroda verfügt über den niedrigsten Grundsteuer-B-Hebesatz im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und zählt in dem Bereich hessenweit zu den finanziell attraktivsten Kommunen. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer konsequent sparsamen, nachhaltigen und verantwortungsvollen Haushaltspolitik. Gerade in Zeiten hoher Zinsen vermeiden wir bewusst eine übermäßige Verschuldung, um finanzielle Spielräume zu erhalten und diese gezielt in Infrastruktur und in unsere Bürgerinnen und Bürger zu investieren. Ein zentrales Leitprinzip bleibt dabei die Generationengerechtigkeit - Entscheidungen von heute sollen auch morgen noch Bestand haben.
Mein besonderer Dank gilt allen, die sich in vielfältiger Weise für unsere Gemeinde einsetzen: den ehrenamtlich Engagierten in Vereinen, Initiativen und Feuerwehren, den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, den Mitarbeitenden der Verwaltung sowie den Mitgliedern der gemeindlichen Gremien. Ohne diesen außergewöhnlichen Einsatz wäre vieles von dem, was Hohenroda heute ausmacht, nicht möglich.
Das Ergebnis gemeinsamer Arbeit ist sichtbar: In Hohenroda tut sich was.
Lassen Sie uns diesen Weg auch im Jahr 2026 gemeinsam weitergehen - verantwortungsvoll, solidarisch und mit Zuversicht.
Kommunalpolitik lebt vom Dialog, von Ideen und auch von kritischen Stimmen. Sprechen Sie uns an, bringen Sie sich ein und gestalten Sie unsere Gemeinde aktiv mit.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2026.
Herzliche Grüße,