In Homberg (Ohm) sind auf zwei Kulturdialogen vielfältige Ideen für kulturelle Projekte und Veranstaltungen entwickelt wurden. Wer Lust hat, sich an der Vorbereitung und Umsetzung zu beteiligen, sollte sich den 3. Kulturdialog vormerken: Dieser findet am Mittwoch, 15. März um 19 Uhr im neu bezogenen „Büro für kulturelle Einmischung“ in der Frankfurter Str. 10 statt.
Das „TraVobil - Büro für kulturelle Einmischung“ stellt an diesem Abend die Pläne vor und lädt zum gemeinsamen Aktivwerden ein. Die Organisator:innen bitten um Anmeldung unter info@travogelsberg.de. „Wer sich als Homberger Bürger:in oder als lokale:r Künstler:in aktiv einbringen möchte, ist herzlich eingeladen, mit uns Kontakt aufzunehmen!“, so die Projektkoordinatorinnen Annika Keidel und Katharina Berger.
Auf dem 2. Kulturdialog am 2. März hatten circa 25 Homberger:innen gemeinsam mit dem Team des TraVobils die Projektideen des 1. Kulturdialogs vom 24. Januar aufgegriffen und konkretisiert: eine Schifffahrt auf der Ohm, eine Party in Weiß, eine interaktive Fotoausstellung in der Stadtkirche und eine Gemeinschafts-Wanderausstellung im Homberger Schloss.
Künstlerische und kulturelle Aktionen entlang der Ohm sollen den bekannten Wanderweg Schächerbachtour, den Kunstpfad Welcker-Wiesen-Weg und weitere Ziele am Flusslauf miteinander verbinden. Gemeinschaftliche Aktionen für Klein und Groß werden dabei nicht zu kurz kommen. Möglich sind Schiffchenbauen mit Kindern sowie eine Anbindung an den Kinderflohmarkt des Familienzentrums. Auch naturpädagogische Angebote zur Nachhaltigkeit sind vorstellbar.
Die „Party in Weiß“ bekommt Farbe. Neben allerlei Verköstigung ist ein Straßenfest in der Homberger Innenstadt mit buntem Rahmenprogramm geplant. Entstehen soll eine lange Tafel in Weiß, die über den Tag hinweg an Farbe gewinnt, beispielsweise durch gemeinsames Batiken, Farbdrucke und weitere farbenfrohe Aktionen.
Geplant ist außerdem eine interaktive Foto-Ausstellung der Homberger Künstlerin Sandra Jacques mit dem Titel „Ich & Ich = WIR! Homberg zieht an einem Strang“ in der Stadtkirche Homberg. Hierfür werden noch Homberger:innen gesucht, die in der Zeit vom 16. - 19. März im „Büro für kulturelle Einmischung“ ihre Hände fotografieren lassen, wie diese ein Tau halten und damit symbolisch an einem Strang ziehen.
Im Café und den Ausstellungsräumen des Homberger Schlosses wird eine Ausstellung mit Kunstwerken lokaler Künstler:innen zu sehen sein: an den Sonntagen vom 2. April bis zum 23. April ist dort die von TraVogelsberg initiierte Wanderausstellung zu Gast, die bisher in den Projektorten Schotten und Mücke Station machte.
Die Wanderausstellung bietet Künstler:innen aus Homberg und Umgebung eine Plattform, sich mit Erstlingswerken oder auch gut gehüteten Schätzen, von Malerei bis hin zu skulpturalen oder textilen Kunstwerken, zu präsentieren.
Wer Interesse hat, mit auszustellen, meldet sich bei der Kuratorin der Ausstellung, Katja Niebuhr unter katjaniebuhr@travogelsberg.de.
Das Projekt "TraVogelsberg - eine Region bricht auf" wird gefördert im Programm TRAFO -- Modelle für Kultur im Wandel, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.
Es wird im Vogelsberg vom Vogelsbergkreis als Projektträger zusammen mit den Partnerinstitutionen Kulturzentrum Kreuz e.V. und Lauterbacher Musikschule e.V. umgesetzt.
TRAFO - Modelle für Kultur im Wandel
Mit TRAFO hat die Kulturstiftung des Bundes ein Programm initiiert, das ländliche Regionen in ganz Deutschland dabei unterstützt, ihre Kulturinstitutionen für neue Aufgaben zu öffnen. Die beteiligten Museen, Theater, Musikschulen und
Kulturzentren reagieren auf gesellschaftliche Herausforderungen in ihrer Region und werden zu kulturellen Ankern und zeitgemäßen Kultur- und Begegnungsorten. TRAFO trägt dazu bei, die Bedeutung der Kultur in der öffentlichen Wahrnehmung und die kulturpolitischen Strukturen in den Kommunen und Landkreisen dauerhaft zu stärken.
Von 2015 bis 2021 unterstützte TRAFO vier Regionen bei der Weiterentwicklung
ihrer kulturellen Infrastruktur. In der zweiten Phase werden von 2020 bis 2024
sechs weitere Regionen gefördert.