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Ohmtal-Bote
Ausgabe 24/2026
A-Aus dem Landkreis
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Zukunft wächst vor Ort – Erfolgreicher Infoabend rund um den naturnahen und klimaangepassten Garten

Wie kann Gärtnern auch unter den Bedingungen des Klimawandels gelingen? Welche Pflanzen sind zukunftsfähig und gleichzeitig wertvoll für die heimische Artenvielfalt? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Veranstaltung „Zukunft wächst vor Ort - Klimafit gärtnern“, die am Mittwoch, den 20. Mai 2026, zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger nach Amöneburg lockte.

Bereits zum Auftakt um 17:00 Uhr wurde deutlich, wie groß das Interesse an naturnahem und nachhaltigem Gärtnern ist. Bei einem geführten Rundgang rund um den Marktplatz und Schlosspark in Amöneburg lernten die Teilnehmenden heimische Wildpflanzen kennen und erfuhren mehr über deren Bedeutung für Biodiversität, Klimaschutz und ökologische Zusammenhänge im direkten Lebensumfeld. Anschaulich wurde vermittelt, wie heimische Pflanzen den Insekten Lebensraum und Nahrung bieten und gleichzeitig besser an die regionalen Klimabedingungen angepasst sind.

Im Anschluss wurde das Programm ab 18:00 Uhr im Pfarrheim St. Bonifatius fortgesetzt. Den ersten Vortrag des Abends hielt Dr. Astrid Wetzel unter dem Titel „Heimisch ohne hübsch?“. Sie zeigte auf, dass heimische Pflanzen keineswegs langweilig oder weniger attraktiv sein müssen als klassische Zierpflanzen wie Geranien oder exotische Balkonblumen. Vielmehr stellte sie zahlreiche Beispiele vor, wie naturnahe Gärten und bepflanzte Balkone sowohl ökologisch wertvoll als auch optisch ansprechend gestaltet werden können. Dabei wurde deutlich, dass die Auswahl standortangepasster Pflanzen nicht nur der Artenvielfalt zugutekommt, sondern häufig auch pflegeleichter und widerstandsfähiger gegenüber Hitze und Trockenheit ist.

Im zweiten Teil des Abends sprach Kati Bohner über den Gemüseanbau im Klimawandel. Sie erläuterte die zunehmenden Herausforderungen für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner durch längere Trockenperioden, Starkregenereignisse und veränderte Wetterbedingungen. Gleichzeitig gab sie zahlreiche praktische Hinweise, wie Gärten klimaresilient gestaltet werden können - etwa durch eine verbesserte Bodenpflege, Mulchen, wassersparende Bewässerung oder die Auswahl robuster oder auch mehrjähriger Gemüsesorten. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen.

Foto: Klimahandeln Ostkreis