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Mitteilungsblatt für die Gemeinde Hosenfeld
Ausgabe 19/2026
Gestaltung Innenteil Seite 4
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Rede des Bürgermeisters Frederik Hohnstein zur konstituierenden Sitzung am 28.04.2026

Rede des Bürgermeisters Frederik Hohnstein zur konstituierenden Sitzung am 28.04.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter,

liebe ehemalige Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter,

liebe Mitgliederinnen und Mitglieder des Gemeindevorstands,

liebe Ortsbeiräte und Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher,

lieber Bürgermeister a.D. Peter Malolepszy,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde Hosenfeld, werte Gäste,

ich begrüße Sie und euch alle herzlich zur konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung.

Die Kommunalwahl liegt hinter uns, und sie hat Veränderungen mit sich gebracht. Die Mehrheitsverhältnisse haben sich verschoben. Die FWG hat das Vertrauen der Mehrheit der Wählerinnen und Wähler erhalten, die CDU übernimmt die Rolle der Opposition.

An dieser Stelle möchte ich mich auch ausdrücklich bei allen ausgeschiedenen Mitgliedern der Gemeindevertretung und des Gemeindevorstands sowie bei den ausscheidenden Ortsbeiräten sowie Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern für ihr Engagement und ihren Einsatz in den vergangenen Jahren bedanken.

Sie haben mit ihrer Arbeit Verantwortung übernommen und unsere Gemeinde mitgestaltet. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Respekt. Daher ist vorgesehen, zu Beginn des Jahres 2027 einen Empfang auszurichten, bei dem insbesondere langjährig Engagierte in einem würdigen Rahmen geehrt werden.

Wir sehen nun in der Gemeindevertretung und den Ortsbeiräten einige neue Gesichter. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass dieser Wechsel nicht bedeutet, dass nun ein grundlegend anderer Wind durch unsere Gemeinde weht.

Vielmehr sehe ich darin eine Chance: eine Chance für neue Impulse, für frische Perspektiven – und zugleich für Kontinuität in der sachorientierten Arbeit, die unsere Gemeinde in den vergangenen Jahren geprägt hat.

Entscheidend ist nicht, wer die Mehrheit stellt und wer in der Opposition ist. Entscheidend ist, dass wir gemeinsam Verantwortung tragen – für Hosenfeld, für alle Ortsteile und für die Menschen, die hier leben.

Ich möchte daher alle Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter – unabhängig von Fraktion oder politischer Couleur – ausdrücklich dazu aufrufen, die kommenden Jahre konstruktiv, kreativ und auch kritisch miteinander zu gestalten.

Eine lebendige Demokratie lebt von der Debatte. Diese darf und soll auch kontrovers sein – aber sie muss stets von Respekt, Sachlichkeit und dem gemeinsamen Ziel getragen sein, die bestmöglichen Lösungen für unsere Gemeinde zu finden.

Es ist ein gutes Signal, dass von der CDU bereits angekündigt wurde, die Oppositionsrolle aktiv und kritisch wahrzunehmen. Genau das brauchen wir: Mitdenken, Hinterfragen, Verbessern. Nicht gegeneinander, sondern miteinander – im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger.

Dabei dürfen wir eines nicht aus dem Blick verlieren: Die finanziellen Rahmenbedingungen werden enger. Die Spielräume werden kleiner. Das bedeutet ganz konkret, dass wir priorisieren müssen. Nicht alles Wünschenswerte wird sofort umsetzbar sein. Wir werden abwägen müssen, wir werden Entscheidungen treffen müssen, die nicht immer einfach sind, und wir werden auch den Mut brauchen, Gewohntes zu hinterfragen.

Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Kräfte bündeln – ohne Ortsteildenken, ohne Einzelinteressen in den Vordergrund zu stellen, sondern mit einem klaren Blick auf das große Ganze: die nachhaltige Entwicklung unserer gesamten Gemeinde.

Die Aufgaben, die vor uns liegen, sind vielfältig. Exemplarisch möchte ich einige Themen nennen, die uns in den kommenden Monaten intensiv beschäftigen werden:

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die Sicherstellung ausreichender Kindergartenplätze

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die Entwicklung des Wohn- und Gewerbegebiets in Hainzell

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die Zukunft zentraler gemeindlicher Liegenschaften, wie des ehemaligen Rathauses und der ehemaligen Schulgebäude

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die Sicherung unserer Wasserversorgung – Stichwort Bohrung im Rabental

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die kommunale Wärmeplanung und Fragen der Energiezukunft

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die Anpassung der Grundsteuer und die Haushaltskonsolidierung

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Investitionen in Infrastruktur wie Kanalsanierung, Regenrückhaltebecken und Straßenbeleuchtung

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die Stärkung von Jugendarbeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt

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das kommunale Entwicklungskonzept und die angestrebte Dorferneuerung

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sowie zahlreiche weitere Projekte, die unsere Gemeinde zukunftsfähig machen sollen

Diese Aufzählung ist nicht abschließend - aber sie zeigt:

Es liegt viel Arbeit vor uns.

Und auf das Reden muss das Handeln folgen.

Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam die richtigen Entscheidungen treffen können - wenn wir uns auf das Wesentliche konzentrieren: sachliche Diskussionen, tragfähige Kompromisse und eine klare Orientierung am Wohl unserer Gemeinde.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in den kommenden fünf Jahren und bin überzeugt, dass wir gemeinsam viel für Hosenfeld erreichen können.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche dieser Sitzung einen würdigen und erfolgreichen Verlauf.