Die Gefahrenabwehr des Lahn-Dill-Kreises ruft zur besonderen Vorsicht auf: Hohe Temperaturen sorgen für Trockenheit - aus einem Funken kann ein Flächenbrand werden.
Die Kombination aus langanhaltender Trockenheit, hohen Temperaturen und Wind sorgt dafür, dass sich Brände innerhalb kürzester Zeit entwickeln und großflächig ausbreiten können. Was zunächst harmlos erscheint, kann innerhalb weniger Minuten zur Gefahr für Menschen, Tiere, Wälder, Felder und angrenzende Ortschaften werden.
„Ein einziger Funke reicht aus, um einen Flächenbrand auszulösen“, sagt Kreisbrandinspektor Harald Stürtz. „Leider gibt es im Moment nahezu täglich Flächenbrände im Lahn-Dill-Kreis. Jede und jeder kann dazu beitragen, dass Brände gar nicht erst entstehen.“ Die Feuerwehren im Lahn-Dill-Kreis bewältigen derzeit nahezu täglich Einsätze aufgrund von Vegetations- und Flächenbränden. Viele dieser Brände lassen sich durch umsichtiges Verhalten vermeiden. Kreisbrandinspektor Harald Stürtz appelliert deshalb an die Bevölkerung: „Unsere Einsatzkräfte stehen rund um die Uhr bereit. Aber die größte Unterstützung ist natürlich, wenn Brände erst gar nicht entstehen. Jede Aufmerksamkeit zählt und jede frühzeitige Meldung kann entscheidend sein.“
Bereits kleine Unachtsamkeiten können schwerwiegende Folgen haben. Deshalb gilt: Jede Aufmerksamkeit zählt
| • | Keine Zigaretten oder glimmenden Tabakreste in die Natur werfen, besonders nicht aus Fahrzeugen. |
| • | Kein offenes Feuer oder Grillfeuer im Wald oder in Waldnähe entzünden. |
| • | Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras oder Stoppelfeldern abstellen. |
| Heiße Fahrzeugteile können Brände auslösen. |
| • | Auf Feuerwerk in Waldnähe verzichten. |
| • | Müll wieder mitnehmen und Wald- sowie Feldwege freihalten, damit Einsatzfahrzeuge ungehindert passieren können. |
Auch bei landwirtschaftlichen Arbeiten und beim Einsatz von Maschinen im Freien ist derzeit besondere Vorsicht erforderlich. Funkenflug oder heiße Maschinenteile können trockenes Gras oder Getreidefelder innerhalb weniger Sekunden entzünden.
Wer Rauch oder Flammen bemerkt, sollte sofort den Notruf 112 wählen. Wichtig sind möglichst genaue Angaben zum Standort, zur Art des Brandes und dazu, ob Menschen in Gefahr sind. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr sollte in sicherem Abstand am Brandort gewartet werden, um den Einsatzkräften den Weg zu weisen. Eigene Löschversuche dürfen nur unternommen werden, wenn keinerlei Gefahr für die eigene Sicherheit besteht. Wer einen umgelegten rot-weißen Verkehrsleitkegel am Feldweg sieht, soll diesen unbedingt liegen lassen. An Weggabelungen oder Kreuzungen deutet er den Weg für die Einsatzkräfte.
Seit Beginn der Hitzewelle patrouilliert die Feuerwehr der Gemeinde Hüttenberg in enger Zusammenarbeit mit Hessen Forst nahezu täglich in den Hüttenberger Wäldern. Die Kontrollfahrten dienen der frühzeitigen Erkennung möglicher Gefahren sowie dem Schutz unserer Wälder und Wiesen.
31.07.2026, 18:07 Uhr & 19:04 Uhr
Automatische Brandmeldung Gewerbebetrieb Weserstraße OT Hüttenberg
Im Einsatz: Feuerwehr OT Hüttenberg, Einsatzleitung Gemeinde Hüttenberg
1. Alarmierung: 13 Einsatzkräfte mit 4 Fahrzeugen
2. Alarmierung: 12 Einsatzkräfte mit 3 Fahrzeugen
Die Feuerwehr Hüttenberg wurde innerhalb einer Stunde zweimal zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem ansässigen Gewerbebetrieb in Hüttenberg alarmiert. Die betroffenen Bereiche wurden durch die Einsatzkräfte umfassend erkundet. In beiden Fällen konnte keine Feststellung gemacht werden. Anschließend wurde die Brandmeldeanlage an den Betreiber übergeben.