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Kalbacher Nachrichten
Ausgabe 18/2026
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Senioren Kalbach

Für eine zukunftsfeste gesetzliche Rente

Kalbach. Die Seniorenbeauftragten von Kalbach fordern eine Versachlichung der aktuellen Rentendiskussion.

Die gesetzliche Rente ist und bleibt für die meisten Menschen in unserem Land die zentrale Säule der Alterssicherung. Sie muss deshalb weiterhin das Ziel haben, den Lebensstandard im Alter zu sichern.

Dies betonen die Seniorenbeauftragten in ihrer Stellungnahme "Für eine zukunftsfeste gesetzliche Rente - Impulse zur Versachlichung der aktuellen Rentendiskussion". Sie warnen vor einer Rhetorik, die Ängste und Unsicherheiten schürt.

Die Aussage des Bundeskanzlers, dass die gesetzliche Rentenversicherung künftig "allenfalls noch die Basisabsicherung" für das Alter sein werde, ist nach Ansicht der Seniorenbeauftragten sowie vieler junger Mitbürgerinnen und Mitbürger wenig hilfreich.

"Wer ein ganzes Arbeitsleben in die Rentenkasse einzahlt - ob jung oder alt - muss sich darauf verlassen können, im Alter eine auskömmliche Rente zu erhalten", sagt der Vorsitzende der Seniorenbeauftragten, Bruno Fischer. "Wir fordern die Bundesregierung auf, eine nachhaltige Rentenreform vorzulegen, in die alle einzahlen - auch Selbstständige, Abgeordnete, Beamte und Freischaffende. So ließen sich Rentenprobleme vermeiden, soziale Gerechtigkeit stärken und Altersarmut wirksam verhindern."

Die Seniorenbeauftragten fordern zudem, die demografischen Herausforderungen der kommenden 15 bis 20 Jahre durch geeignete Maßnahmen auszugleichen und das solidarische Rentensystem zu stabilisieren. Sie weisen darauf hin, dass die gesetzliche Rentenversicherung bereits in der Vergangenheit erhebliche zusätzliche Lasten getragen hat. So wurden in der Nachkriegszeit auch soziale Kriegsfolgelasten mitfinanziert.

Auch die heutige Rentnergeneration hat während ihrer Erwerbstätigkeit die Kosten der deutschen Einheit mitgetragen - eine Leistung, die im gesamtgesellschaftlichen Kontext gewürdigt werden sollte.

Die aus Sicht der Seniorenbeauftragten teils verzerrte öffentliche Debatte über die Rentenfinanzierung führt dazu, dass insbesondere junge Menschen das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung verlieren. Daher rufen sie dazu auf, zu einer sachlichen und ausgewogenen Diskussion zurückzukehren.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Zudem sollte geprüft werden, ob in der Kommission auch Vertreterinnen und Vertreter der aktiv Beschäftigten eingebunden sind, die selbst in die Rentenversicherung einzahlen.

Ihr Bruno Fischer, Seniorenbeauftragter