Adrian von Pazatka-Lipinski (Bildmitte), Doppeltorschütze und mit einer hervorragenden Leistung
SG Kalbach – SG Rückers 2:2 (0:1)
Die Beziehung der SG Kalbach mit dem Glück bleibt eine komplizierte. Wäre das Derby gegen die SG Rückers nur eine Minute früher abgepfiffen worden – die Zusammenfassung würde schlicht lauten, dass die SGK in einer umkämpften Partie den entscheidenden Tick stärker war und in Adrian von Pazatka-Lipinski den an diesem Tag besten Spieler und Matchwinner in ihren Reihen hatte. Eben jener war es, der mit zwei wunderschönen Distanzschüssen die Gästeführung zunächst egalisierte und das Spiel anschließend komplett drehte. Damit ebnete er den Weg dafür, dass das von Julian Reischmann gut eingestellte Team die Ernte für eine geschlossene Mannschaftsleistung einfährt.
Da das Leben aber nicht im Konjunktiv stattfindet und der Abpfiff nicht nach 94, sondern erst nach 95 Minuten ertönte, muss man im Kalbacher Lager weiter auf den ersehnten Befreiungsschlag warten. Mit der mehr oder weniger letzten Aktion, bei der die SG Rückers noch einmal alles nach vorne warf, gelang Elias Dittmar der Ausgleich.
Die Analyse macht es schwer, wirklich etwas zu finden, was man der Mannschaft an diesem Nachmittag vorwerfen könnte. Vom Einsatz über die Spielfreude bis zum Zusammenhalt legte das Team eigentlich alles an den Tag, was es braucht, um eine solche Begegnung auf seine Seite zu ziehen. Das beste Beispiel hierfür war das Tor zum 1:1-Ausgleich, dem die wohl schönste Kombination des Spiels über Maurice Koch-Germersdorff und Johannes Kress vorausging, die Adrian von Pazatka-Lipinski schließlich vollendete. Gerade in der zweiten Halbzeit dominierte die SGK den Gegner klar und ließ, angeführt vom starken Innenverteidiger-Duo Manuel Schäfer und Cihan Yildirim, bis zum Lucky Punch tief in der Nachspielzeit kaum etwas zu.
Auch wenn sich das Ergebnis aufgrund der Art seines Zustandekommens wie eine Niederlage anfühlt: Eine solche Leistung muss der Mannschaft einfach Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben.
Für die SG Kalbach spielten: Hornung - Vogt, Manuel Schäfer, Yildirim, Engler - Leinweber, Lamp - Johannes Kress, von Pazatka-Lipinski, Yannis Schleicher - Koch-Germersdorff (Thore Eldner, Kevin Schäfer, Zaryouh, Latifi)
Tore: 0:1 Julius Schäfer (10.), 1:1 Adrian von Pazatka-Lipinski (49.), 2:1 Adrian von Pazatka-Lipinski (60.), 2:2 Elias Dittmar (90.)