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Kalbacher Nachrichten
Ausgabe 41/2026
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Comeniusschule Mittelkalbach

Spannender Ausflug der Klasse 1c zur Streuobstwiese in Niederkalbach

Am 15. Juni unternahm die Klasse 1c der Comenius-Schule gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Laube einen erlebnisreichen Ausflug zur Streuobstwiese in Niederkalbach. Auch die anderen ersten Klassen der Comenius-Schule hatten bereits die Gelegenheit, die Streuobstwiese zu besuchen und dort spannende Erfahrungen in der Natur zu sammeln.

Nach einem gemeinsamen Frühstück in der Schule machten sich die Kinder, die alle selbstständig zur Schule kommen, auf den Weg zur Bushaltestelle. Mit dem Bus ging es zunächst nach Niederkalbach. Nach dem Ausstieg an der Kirche führte der restliche Weg zu Fuß hinauf zur Streuobstwiese.

Dort wurden die Schülerinnen und Schüler bereits von Jenny und Konti herzlich empfangen. Die beiden waren ebenso gespannt wie die Kinder, denn auch für sie war es das erste Mal, eine Schulklasse auf ihrer eigenen Streuobstwiese willkommen zu heißen.

Zu Beginn wurden wichtige Regeln erklärt. Besonders wichtig war dabei der Schutz der Natur. Die Kinder lernten, dass sie nicht durch die hohe Wiese laufen dürfen, damit die dort lebenden Insekten und Tiere nicht gestört oder verletzt werden. Alle hörten aufmerksam zu und hielten sich vorbildlich an die Vereinbarungen.

Nach einem gemeinsamen Frühstück auf der Streuobstwiese startete das Programm mit einem spannenden Ratespiel. Die Kinder schätzten, wie viele Bäume auf der Wiese stehen, wie alt sie werden können und welche Obstsorten dort wachsen. Dabei erfuhren sie, dass sich auf der Wiese mehr als 50 Bäume befinden, darunter Apfel-, Birnen-, Kirsch-, Mirabellen-, Zwetschgen-, Haselnuss- und Walnussbäume.

Anschließend ging es auf einen kleinen Erlebnispfad. Zunächst waren die Ohren gefragt: Ganz bewusst lauschten die Kinder den Geräuschen der Natur. Sie hörten Grillen, Vögel, Insekten, den Wind, ein Huhn aus der Nachbarschaft und sogar ihre eigenen Schritte. Danach richteten sie ihre Aufmerksamkeit auf das, was sie sehen konnten. Dabei entdeckten sie zahlreiche Blumen, verschiedene Insekten und Schmetterlinge. Besonders der Schachbrettfalter begeisterte viele Kinder.

Bei einem weiteren Spiel ordneten die Schülerinnen und Schüler Bilder von Tieren den Kategorien Vögel, Reptilien, Weichtiere und Säugetiere zu. Gemeinsam wurden anschließend die Lösungen besprochen. Besonders großes Interesse weckten dabei der Neuntöter und die Zauneidechse. Der ungewöhnliche Name des Neuntöters sorgte für viele Fragen und Gelächter. Die Kinder erfuhren, dass der Name auf einen alten Volksglauben aus dem 18. Jahrhundert zurückgeht. Damals glaubte man, der Vogel würde erst neun Beutetiere aufspießen, bevor er sie frisst.

Im Anschluss erklärte Jenny anschaulich mit Bildern die wichtige Arbeit der Bienen. Die Kinder lernten, wie Bienen Blüten bestäuben und dadurch die Entstehung von Früchten ermöglichen. So erfuhren sie, wie aus einer Blüte schließlich ein Apfel oder eine Birne wächst. Besonders spannend fanden die Kinder die Betrachtung der Blütenreste an den Früchten.

Ein weiteres Highlight war das Wildbienenhotel auf der Streuobstwiese. Die Kinder erfuhren, dass dort verschiedene Wildbienenarten leben und wichtige Aufgaben für die Natur übernehmen. Als erklärt wurde, dass die „Bezahlung“ der Bienen ihre Bestäubungsarbeit ist, sorgte dies für ein besonders schmunzelndes Kommentar eines Kindes.

Wie anstrengend die Arbeit der Bienen ist, konnten die Kinder anschließend selbst erleben. In einem Teamspiel transportierten sie mit Schwämmen buntes Wasser von einem Glas in ein anderes. So wurde der Pollenflug der Bienen spielerisch dargestellt und die Kinder hatten dabei großen Spaß.

Zum Abschluss gestaltete jedes Kind sein eigenes Blumenbild. Mit Karten, Kleber und verschiedenen Blüten entstanden individuelle Kunstwerke, die stolz mit nach Hause genommen wurden.

Die Klasse 1c verbrachte einen lehrreichen und abwechslungsreichen Tag auf der Streuobstwiese. Die Kinder hatten viel Freude, konnten zahlreiche neue Eindrücke sammeln und lernten viel über die Natur und ihre Zusammenhänge.

Die Begegnung soll jedoch nicht die letzte gewesen sein: Jenny, Konstantin und die Klasse 1c waren sich einig, dass es im Sommer oder frühen Herbst ein Wiedersehen geben soll. Dann möchten die Kinder zurückkehren, um gemeinsam die Früchte der Streuobstwiese zu ernten und natürlich auch zu probieren.

Von der Blüte zur Ernte – die Klasse 1c besucht erneut die Streuobstwiese

Ende September war es endlich so weit: Die Klasse 1c der Comenius-Schule kehrte gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Laube auf die Streuobstwiese in Niederkalbach zurück. Bereits im Juni hatten die Kinder dort einen spannenden Tag verbracht und dabei viel über die Natur, die Bäume und die Bewohner der Streuobstwiese gelernt. Nun waren alle gespannt darauf zu sehen, was sich seit dem Frühling verändert hatte.

Jenny und Konti begrüßten die Kinder wieder ganz herzlich. Gleich zu Beginn wurden noch einmal die Regeln für den Aufenthalt auf der Streuobstwiese besprochen. Dabei zeigte sich, dass die Kinder vieles aus ihrem ersten Besuch behalten hatten: Fast alle Regeln konnten sie selbstständig benennen.

Zum Einstieg gab es ein kleines Spiel rund um die vier Jahreszeiten. Die Kinder wurden auf die verschiedenen Jahreszeiten aufgeteilt und erhielten schöne Bilder. Anschließend mussten sie überlegen, welches Bild zu welcher Jahreszeit gehört, und sich entsprechend aufstellen. Dabei wurde schnell deutlich, wie sich die Natur im Laufe eines Jahres verändert.

Besonders spannend war für die Kinder der Vergleich zu ihrem ersten Besuch im Frühling. Damals hatten sie die Blüten an den Bäumen entdeckt und erfahren, wie daraus später Früchte entstehen. Nun konnten sie das Ergebnis selbst sehen: Auf der Streuobstwiese hingen Äpfel und Birnen und die Erntezeit hatte begonnen. So konnten die Kinder unmittelbar erleben, wie sich die Natur vom Frühling bis zum Herbst verändert.

Anschließend beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler genauer mit den verschiedenen Apfelsorten. Sie betrachteten die Äpfel, verglichen deren Aussehen und durften natürlich auch verschiedene Sorten probieren. Besonders spannend war dabei ein Apfel, den die Kinder so noch nicht kannten: der Rosenblütenapfel. Seinen Namen trägt er aufgrund seines besonderen Duftes, der an Rosen erinnert.

Das größte Highlight des Tages war jedoch die Apfelernte. Bevor es losging, erklärten Jenny und Konti den Kindern, woran man erkennt, ob ein Apfel bereits pflückreif oder sogar genussreif ist. Auch erfuhren die Kinder, dass Äpfel, die bereits auf dem Boden liegen, nicht automatisch schlecht sind und unter bestimmten Bedingungen noch gegessen werden können. Außerdem wurde gezeigt, wie man einen Apfel richtig vom Baum pflückt, ohne dabei den Baum oder die Früchte zu beschädigen.

Dann durften die Kinder selbst loslegen. Mit großer Begeisterung sammelten sie Äpfel und sortierten anschließend gemeinsam die Ernte. Die gesammelten Früchte wurden gewaschen und anschließend gemeinsam mit der Klasse vorbereitet.

Doch damit war die Ernte noch lange nicht vorbei: Aus den Äpfeln und Birnen sollte nun etwas ganz Besonderes entstehen. Mit einer richtigen Obstpresse konnten die Kinder selbst erleben, wie aus den Früchten leckerer Saft wird. Sie halfen beim Einfüllen und durften beobachten, wie der frische Apfel- und Birnensaft herausgepresst wurde.

Natürlich durfte anschließend ausgiebig probiert werden. Der frisch gepresste Saft schmeckte den Kindern ganz besonders gut. Das gemeinsame Sammeln, Verarbeiten und anschließende Genießen war für viele ein echtes Highlight des Tages.

Für die Kinder der Klasse 1c war der zweite Besuch auf der Streuobstwiese eine ganz besondere Erfahrung. Sie konnten nicht nur an das Wissen aus ihrem ersten Besuch anknüpfen, sondern auch hautnah miterleben, was aus den Blüten des Frühlings geworden war und welchen Weg ein Apfel von der Ernte bis zum fertigen Saft nimmt.

Mit vielen neuen Eindrücken verabschiedeten sich die Kinder von Jenny und Konti. Und eines steht bereits fest: Die nächste Begegnung ist schon in Planung. Im Winter möchte die Klasse 1c die Streuobstwiese erneut besuchen und herausfinden, was die Bäume in der kalten Jahreszeit machen und wie sie sich auf das nächste Frühjahr vorbereiten.

So wird aus einem einzelnen Ausflug eine kleine Reise durch die Jahreszeiten – und die Klasse 1c darf die Streuobstwiese dabei immer wieder neu entdecken.